Nordeifel: Wetter im Februar: Winterlich, aber nur wenig Niederschlag

Nordeifel: Wetter im Februar: Winterlich, aber nur wenig Niederschlag

Obwohl der Februar 2015 etwas zu kühl war (Aachen +2,4° im Durchschnitt), blieb die Wintermitteltemperatur mit +0,4 Grad über dem 30-jährigen Mittel. Das zeigen die Temperaturen zwischen Aachen, Alsdorf und Stolberg.

Auf 525 Meter Eifelhöhe meldete Simmerath-Strauch ein Februarmittel von +0,5 Grad und damit ergaben die drei Wintermonate einen ganz normalen Durchschnitt. Zwischen Kalterherberg auf 550 m und Mont Rigi auf 674 m sank das Februarmittel auf -0,3 bis -1,1° und der Winter war 0,5 Grad zu kalt -also eine deutliche Differenzierung des Winters mit der Höhenlage.

Gute Wintersportbedingungen

Die höchsten Temperaturen des Monats wurden am 13. Februar in Stolberg gemessen mit 13,9 Grad. Die niedrigsten Werte schafften natürlich die Eifeltäler mit einer Schneedecke, meist am 7. Februar: Sistig -10,3 Grad (Boden -18,4), Schleiden-Olef -11,8 Grad (Boden -13,0) und Nettersheim -13,8 Grad (Boden -19,2).

Rund um Aachen überlebten auch in diesem Winter die Oleander und Olivenbäume auf den Terrassen bei nur -4 bis -6 Grad. Die Nächte unter -10 Grad werden im Raum Aachen immer seltener.

Gute Parameter für die Kälte auf den Eifelhöhen waren auch die Unterschiede bei den Frost- und Eistagen, sowie die maximalen Schneehöhen: Monschau-Mützenich 25 Frosttage, 7 Eistage und maximal 22 cm am 2. Februar; Roetgen 19 Frosttage, 3 Eistage und maximal 15 cm am 2. Februar.

Die Wintersportbedingungen waren in den höchsten Lagen deutlich besser als in den vergangenen Jahren, vor allem in der ersten Februarhälfte.

Anders als im Dezember und Januar gab es im Februar häufige Hochdrucklagen und ruhige, sonnige Witterungsperioden. Im Mittel schien die Sonne daher im Kreis Aachen gut 15-20 Prozent länger als im Mittel 1981-2010. Hier einige Summen zum Abgleich mit ihren Solaranlagen: Alsdorf-Warden Deponie: 121 Stunden, Aachen: 96, Windpark Schöneseiffen: 90 Stunden, Kalterherberg: 70 und Mützenich nur 36 Stunden.

Herausragendes Wetterelement im Februar aber der extrem niedrige Niederschlag. Seit 2003 war kein Februarmonat so trocken wie in diesem Jahr, vor allem in den Höhengebieten. Nur 30-80 Prozent des Mittels 1981-2010 wurden erreicht. Die größten Abweichungen gab es am Windpark Schöneseiffen mit 25 l/qm (30 Prozent), an der Perlenbachtalsperre mit 54 l/qm (41 Prozent) und in Rurberg mit 42 l/qm (51 Prozent). Weitere Niederschlagssummen: Mützenich 36 l/qm, Kalterherberg 51 l, Höfen 61 l Simmerath-Strauch 64 l und Roetgen 79 l/qm.

Inzwischen blühen die Krokusse, und die Pollen der Haselnuss und der Erle fliegen genauso wie die Kraniche in Richtung Frühling. Am ersten Märzwochenende gab es in der Aachener und Jülicher Börde wie im Vorjahr erstmals Temperaturen um 20 Grad.

In den Prognosekarten ist bis zum Frühlingsanfang (20. März.) kein Rückfall ins Winterwetter zu erkennen.

(kjl)