Weltgebetstag der Frauen: Gastfreundschaft im Mittelpunkt

Weltgebetstag der Frauen : Gastfreundschaft im Mittelpunkt

Der „Weltgebetstag der Frauen“ – traditionell am ersten Freitag im März – kam in diesem Jahr dem Karneval ins Gehege.

Dennoch gab es im Monschauer Land drei Veranstaltungen: in Monschau und Lammersdorf (jeweils in Obhut der Evangelischen Kirchengemeinde) sowie in Roetgen in der katholischen Pfarre; in Imgenbroich wird der Termin am 29. März nachgeholt.

Der „Weltgebetstag der Frauen“ kann sich mit Stolz die größte ökumenische Bewegung weltweit nennen. Seit über 130 Jahren gibt es diesen Tag. In jedem Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt der Gebete und Lieder des Gottesdienstes. Zuletzt waren dies meist Länder der „Dritten Welt“.

In diesem Jahr fiel der Blick auf Slowenien, ein Land, das aus dem Zusammenbruch Jugoslawiens nach der großen „Wende“ hervorging und als eigener Staat überhaupt erst seit 1991 existiert. Die Liturgie des jährlichen Gottesdienstes wird jeweils vom Weltgebettags-Komitee des betreffenden Landes ausgearbeitet und vorgeschlagen. So werden in den Texten der Gebete und Betrachtungen Informationen aus Geschichte und Gegenwart des jeweiligen Landes vermittelt, so dass die Gottesdienstbesucher einen lebendigen Bezug zu der Realität der dort lebenden Menschen erhalten.

Im evangelischen Gemeindehaus in Lammersdorf traf sich eine große Zahl von Gottesdienstbesuchern und Mitwirkenden aus beiden Konfessionen. Man darf den Organisatoren des Abends unter der Gesamtleitung von Irmgard Goffart aus Simmerath das Kompliment machen, den Gottesdienst mit besonderer Sorgfalt und Liebe vorbereitet zu haben. Das begann schon mit der persönlichen Begrüßung des Besuchers am Eingang mit einem Abendgruß in slowenischer Sprache und einem traditionellerweise gereichten Stückchen Brot.

Überhaupt war das Hauptthema des Gottesdienstes die Gastfreundschaft. Unter dem Gesamttitel „Kommt, alles ist bereit“ entnahm man dem Gleichnis vom Festmahl aus dem Lukasevangelium die Aufforderung, für die Liebe und die Zuwendung keine Grenzen anzuerkennen, denn „es ist immer noch Platz“.

In der Mitte des Gemeindesaales stand ein Tisch mit leeren Plätzen, der für die immer offene Einladung Gottes stand, „im Reich Gottes am Mahl teilzunehmen“. Das Vorbereitungsteam hatte dazu eine Folge kleiner Spielszenen zusammengestellt, die das Anliegen gut vermittelten. Einen besonderen Anteil am Gelingen hatte der Chor „SimmFlair“ unter der Leitung von Gabriele Scheidweiler-Pleines.

Was man im Gottesdienst gefeiert und thematisiert hatte, wurde dann durch ein kleines Festmahl in der Gemeinschaft des Gottesdienstes bekräftigt. So wurde ein sehr bewegender Abend abgeschlossen und das Anliegen des Gebetstags in bester Weise realisiert.

(js)