Simmerath: Warum Schülerinnen eine Genossenschaft gründen

Simmerath: Warum Schülerinnen eine Genossenschaft gründen

35 Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Ursula nahmen in der Hauptstelle der Raiffeisenbank in Simmerath am Gründungsworkshop zur Schülergenossenschaft. Der Workshop wurde von einem Vertreter vom Schulministerium und Mitarbeiter des Genossenschaftsverbandes geleitet.

Das Projekt wird von Schulleiterin Dorothee Spinrath und Lehrerin Eva Hafer sowie dem Jugendmarktteam und den Azubis der Raiffeisenbank betreut. Eine Schülergenossenschaft ist ein reales Unternehmen, das jedoch in den Schulalltag integriert wird. Die Genossenschaft wird im Schülergenossenschaftsregister eingetragen und wird von den Schülerinnen eigenverantwortlich geführt.

Jährlich findet eine Prüfung vom Genossenschaftsverband statt, um zu schauen, ob die Schülerinnen wirtschaftlich gehaushaltet haben. Hierbei geht es in erster Linie nicht darum, Gewinn zu erzielen, sondern die Prinzipien der Genossenschaft zu verdeutlichen. Durch die Schülergenossenschaft soll den Schülerinnen nachhaltiges Wirtschaften und solidarisches Handeln näher gebracht werden. Im Rahmen des Schulprojekts erarbeiten sie eigene Geschäftsideen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe.

Die Schülerinnen entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die sowohl schulintern als auch außerhalb der Schule vertrieben werden. Außerdem sollen die Schülerinnen Erfahrungen machen, die für die spätere Berufs- und Studienwahl relevant sind. Die Raiffeisenbank Simmerath begleitet als Partnergenossenschaft die Schülergenossenschaft.

Weiterhin werden durch sie die Finanzierung des Teilnahmebetrags, die qualifizierte Beratung der Lehrkräfte und die Betreuung der Schülergenossenschaft sichergestellt. Bis zur Gründungsversammlung werden noch Businessplan und Satzung aufgestellt. Nach einem spannenden und intensiven Workshop sind die Weichen gestellt.

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