1. Lokales
  2. Eifel

Imgenbroich: Warnstreik auch bei Eccoclean „mit hoher Beteiligung“

Imgenbroich : Warnstreik auch bei Eccoclean „mit hoher Beteiligung“

Im Rahmen der Warnstreiks, die die IG Metall im Vorfeld der Tarifverhandlungen (ab 19. Januar) im Bezirk Aachen organisiert hat, haben am Dienstagnachmittag auch zahlreiche Beschäftigte der Eccoclean GmbH für eine Stunde die Arbeit niedergelegt.

„Wir haben in einer knapp einstündigen Infoveranstaltung auch den Mitarbeitern in Imgenbroich unsere Forderungen noch einmal deutlich gemacht, aber auch die bisherigen Reaktionen der Arbeitgeber dargestellt“, berichtete Achim Schyns, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Aachen am Dienstag.

Dabei seien die Beteiligung und das Interesse der Mitarbeiter „außergewöhnlich groß“ gewesen, so Eccoclean-Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Fast. Dies hänge vermutlich damit zusammen, dass „die Mitarbeiter sich stark mit den vorgelegten Themen identifizieren“ würden. Wie immer in den letzten Jahren lief der Warnstreik bei Eccoclean (früher Dürr) innerhalb des Betriebes ab und damit quasi nichtöffentlich. „Damit möchten wir die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter schützen“, erläuterte Schyns, der aus dem gleichen Grund auch keine Zahlen nannte, wie viele Betriebsangehörige des Imgenbroicher Werks der Industriegewerkschaft angehören und wie viele sich am Warnstreik beteiligten.

Derzeit befinde man sich, so Schyns, noch in der ersten Stufe des Protestes, der erst dann verschärft werde, wenn sich die Arbeitgeber bei der Tarifkommission am 19. Januar, bei der auch Wolfgang Fast mit am Verhandlungstisch sitzen wird, „überhaupt nicht bewegen sollten“. Dann werde es notfalls auch 24-Stunden-Streiks in den mitziehenden Betrieben geben, „dann tut es richtig weh“, so Peter Sommer vom Ecco-clean-Betriebsrat. Das aber wolle letztlich keiner, „das macht niemandem Spaß“, versichert Sommer, weil es dann auch unter den Mitarbeitern in den Betrieben gespaltene Meinungen gebe.

So weit aber ist man noch nicht. Die Forderungen der Gewerkschaft lägen auf dem Tisch, „und diese sind sauber begründet“, sagt Wolfgang Fast und ergänzt: „Es geht um viele wichtige Dinge im Tarifvertrag. Und alles, was dort klar geregelt ist, muss nicht in jedem Betrieb einzeln geregelt werden.“ Dies bezieht er mehr auf Arbeitszeiten als auf Löhne: „Unser Hauptwunsch sind vernünftige Arbeitszeiten und die Möglichkeit, Arbeitszeit zu reduzieren, um sich um die Familie, Erziehung oder die Pflege von Angehörigen kümmern zu können“, zählt Fast auf.

Neu seien diese Forderungen beileibe nicht, hätten aber beim Gesetzgeber bislang keine Beachtung gefunden. „Jetzt ist die Zeit reif dafür“, sagt Achim Schyns und gibt sich kämpferisch: „Und dafür werden wir in den nächsten Wochen alles geben.“

(hes)