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Aachen/Monschau: Wann zahlt die Versicherung für Sturmschäden?

Aachen/Monschau : Wann zahlt die Versicherung für Sturmschäden?

Tief „Burglind“ hat am Mittwoch auch bei den Versicherungen für „heiße Drähte“ gesorgt. Zahlreiche Hausbesitzer meldeten sich bereits am Morgen wegen beschädigter Dächer bei ihrem Gebäudeversicherer, teilweise wurden die Schäden aber auch erst später ersichtlich.

„Wurde das eigene Hab und Gut beschädigt, fragen sich Mieter und Hausbesitzer nicht nur, wie der Schaden schnellstmöglich behoben werden kann, sondern vor allem wer dafür die Kosten trägt“, sagte Dr. Karsten Surmann von der Gothaer Versicherung aus aktuellem Anlass.

Auch Dieter Stupp von der Mecklenburgischen Versicherung in Imgenbroich wies am Mittwoch auf die Regelungen nach einem Unwetterereignis hin. „Sturm- und Hagelschäden sind in der Regel in der Wohngebäude- und Hausratversicherung enthalten. Doch damit werden nicht alle Naturereignisse abgedeckt.

Die möglichen Folgen eines Sturms, wie Überschwemmungen oder Rückstau, die zu vollgelaufenen Kellern führen, sind nicht in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung enthalten. Für Schäden dieser Art ist eine zusätzliche Elementarversicherung nötig. Nur dann übernimmt die Versicherung die Kosten für die Reparaturarbeiten und Instandsetzungen am Wohngebäude“, erläuterte Stupp. Auch bei der Hausratversicherung sei ein zusätzlicher Schutz gegen Elementarschäden nötig.

Wird ein Pkw — ob geparkt oder während der Fahrt — unmittelbar durch einen Sturm von mindestens 74,5 km/h verursacht, greift bereits die Teilkasko. Ist der Schaden jedoch selbstverschuldet, beispielsweise indem der Fahrer gegen einen bereits umgestürzten Baum auf der Straße fährt, greift die Versicherung nicht. Einen weitergehenden, von der Windstärke unabhängigen Schutz bietet eine Vollkaskoversicherung.

Auch Grundstückbesitzer stehen durch die Verkehrssicherungspflicht in der Verantwortung. Wird beispielsweise ein Auto durch einen morschen Baum auf dem Grundstück beschädigt oder gar eine Person durch herabfallende Dachziegel verletzt, sollte eine Haftpflichtversicherung vorliegen.

Der Grundstückeigentümer sollte zudem regelmäßig die Gebäude und das Grundstück auf mögliche Gefahrenquellen prüfen. Das gilt beispielsweise für Bäume, lose Dachziegel oder andere Gegenstände auf dem Grundstück.

(red)