Lammersdorf: Wanderwoche des Eifelvereins: 147 Kilometer zurückgelegt

Lammersdorf: Wanderwoche des Eifelvereins: 147 Kilometer zurückgelegt

Auf dem Malerweg durch das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz soll es 6000 Stufen geben, rund zwölfmal so viele wie bis zur Turmspitze des Kölner Doms.

Wie man munkelt, können es auch einige mehr sein. Die 17 Wanderer des Lammersdorfer Eifelvereins würde das nicht wundern. Was sie auf ihrer siebentägigen Streckenwanderung bei herrlichem Spätsommerwetter absolvierten, lässt sich durchaus als anspruchsvoll bezeichnen.

Auf der 147 Kilometer langen Tour hatten sie am Ende 4900 Höhenmeter bewältigt. Doch es war nicht nur eine Reise für „Bergziegen”. Auch diejenigen, die es ein wenig gemütlicher haben wollten und besonders steile Anstiege umgingen oder eine Etappe durch eine Raddampferfahrt auf der Elbe abkürzten, kamen voll auf ihre Kosten.

Außerdem blieb unterwegs immer noch genügend Zeit für Kaffee und Kuchen in einem der urigen Ausflugslokale. Hildegard Felser-Kriener hatte alles bis ins Detail vorbereitet. Als besonders knifflig hatte sich die Suche nach geeigneten Unterkünften herausgestellt. Doch am Ende passte alles perfekt.

Vor allem das Naturfreundehaus in der Burg Hohnstein beeindruckte durch seine mittelalterliche Atmosphäre. Am Ende der Wanderung über den Malerweg wussten sich alle für ihre Mühen überreich entlohnt.

Denn das, was sich beiderseits der Elbe bot, lässt sich ohne Übertreibung als einzigartig bezeichnen: tiefe Schluchten, irrgartenartige Felsenmeere mit Höhlen und engen Klüften, gewaltige Sandsteinformationen, urwüchsige Mischwälder, steile Tafelberge, die über Treppen und Leitern bezwungen werden mussten und von deren Plateaus aus sich kilometerweite Fernsichten boten, dazwischen von Feldern und Wiesen gesäumte Dörfer.

Auch die Kulturliebhaber kamen nicht zu kurz. Neben manchem Sehenswerten rechts und links des Weges bildeten die Führung durch die Neumannmühle im Kirnitzschtal mit ihrem jahrhundertealten Sägewerk und der Holzschleiferei, die Besichtigung der Bergfestung Königstein und das historische Stadtzentrum von Pirna die Höhepunkte der Tour.

Da die letzte Etappe bewusst kurz ausfiel, blieb nachmittags noch Zeit für einen Streifzug durch die Dresdener Altstadt mit Marienkirche, Semperoper, Schloss und Zwinger.