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Wanderfreunde wieder zu Natur und Kultur unterwegs

Eifelverein Roetgen : Wanderfreunde wieder zu Natur und Kultur unterwegs

Wieder einmal waren kürzlich Mitglieder des Roetgener Eifelvereins mit Hubert und Elfriede Baumsteiger unterwegs. Diesmal ging die Busreise ins Altmühltal.

Bereits seit 2009 finden die vom Vorsitzenden der Ortsgruppe und seiner Frau organisierten Wanderwochen und -wochenenden unter dem Motto „Natur und Kultur“ statt.

Eine erste Tageswanderung führte die 35 Teilnehmer von Dietfurt entlang der Altmühl und ins Tal der Weißen Laber. Am nächsten Tag standen Besichtigungen in Eichstätt und Beilngries auf dem Programm. Aus der Fülle von Sehenswürdigkeiten, die die Bischofs- und Universitätsstadt zu bieten hat, konnten mit dem Dom, der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz und dem Residenzplatz nur die bedeutsamsten Monumente besichtigt werden. In der historischen Altstadt von Beilngries geben sich rund um die Stadtpfarrkirche zahlreiche sakrale und weltliche Bauten aus dem Mittelalter, Rokoko und Barock ein Stelldichein.

Eine Exkursion verband am dritten Tag kürzere Spaziergänge mit weiteren Besichtigungen. Besucht wurden die Tropfsteinhöhle Schulerloch sowie Burg Prunn. Hier wurde der sogenannte „Prunner Codex“ entdeckt, eine um 1330 entstandene Handschrift des Nibelungenliedes.

Besonders beeindruckt waren die Wanderfreunde von der „Befreiungshalle“. Der imposante Rundbau auf dem Michelsberg bei Kelheim wurde von König Ludwig I. als Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon und als Mahnmal für die Einheit Deutschlands errichtet.

Eine weitere Tageswanderung zur Benediktinerabtei Plankstetten und entlang des Main-Donau-Kanals. Am Endpunkt in Berching konnten die Wanderfreunde noch einmal einen Spaziergang durch das Mittelalter machen. Das 1100 Jahre alte Städtchen im Sulztal ist noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben.

Am letzten Tag starteten die Roetgener ab Kelheim auf einem Wanderweg entlang der Donau zum Startpunkt der „Zillen“. Diese hölzernen Flachboote dienten früher dem Fischen oder dem Transport von Waren und wurden gerudert oder „getreidelt“. Heute sorgt ein Motor für eine bequeme Fahrt der Touristen durch die „Weltenburger Enge“ zum Kloster Weltenburg. Die besondere Sehenswürdigkeit dort ist die Anfang des 18.Jahrhunderts gebaute und reich ausgestattete Barockkirche. Anschließend konnte man sich im Biergarten mit einem Bier aus der uralten Klosterbrauerei (seit 1050) stärken.

Mit einer Schifffahrt zurück nach Kelheim fand eine ereignisreiche Wanderwoche einen gemütlichen Abschluss.