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Glosse zum Wahlkampf: Von Würmern und Kandidaten

Glosse zum Wahlkampf : Von Würmern und Kandidaten

Der Amtsbonus ist im Wahlkampf eine feine Sache. Während sich die Kandidaten der Opposition teils ordentlich abstrampeln, um vom Wähler wahrgenommen zu werden, können amtierende Bürgermeister oder Bürgermeisterinnen oft in ihrer Funktion glänzen.

So wie Jorma Klauss in Roetgen: Der SPD-Bürgermeister hatte vor einer Weile die Presse zur feierlichen Vorstellung der neuen Wurmkiste auf den Friedhof geladen. Ein solcher Wurm ist nicht unbedingt fotogen, aber im Sommerloch nicht zu unterschätzen, mag sich Klauss gedacht haben.

Bei der Opposition im Ort, die für ihren herzlichen Umgang mit Gegnern weithin gerühmt wird, hat er damit einen Nerv getroffen: „Roetgen, das Tor zur Eifel und in die Hölle!“, ätzte Wolfgang Schruff (bislang PRB, nun UWG) in einer Zuschrift an die Redaktion. Dem Bürgermeister unterstellt er darin „Dummheit oder fehlendes Feingefühl“.

Es sei pietätlos, wie Jorma Klauss Wurmkompost für den eigenen Wahlkampf nutze. Man merkt gleich: Schruff beherrscht das politische Florett wie kaum ein zweiter.  „Was erlaube Bürgermeister!“ Nicht, dass der demnächst noch mit einem Nacktmull auftritt...