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Lit-Eifel-Lesung: Von Schuld und Scham, aber auch Hoffnung

Lit-Eifel-Lesung : Von Schuld und Scham, aber auch Hoffnung

In „Ritchie Girl“ kehrt eine Frau als Besatzungsoffizierin nach Deutschland zurück. Lesung bei der Lit.Eifel.

1957 in Thüringen geboren, wuchs Andreas Pflüger im Saarland auf und lebt heute in Berlin. Zu seinen Werken gehören Theaterstücke, Drehbücher für Kino- und Fernsehfilme, Hörspiele und Romane. Bei der Lit.Eifel liest er am Mittwoch, 25. Mai, in der Pfarrkirche St. Hubertus, Heimbacher Straße 2, in Schmidt, aus „Ritchie Girl“.

Zum Inhalt: Wer die Wahrheit sucht, muss sie auch ertragen: So geht es Paula Bloom. Nach ihrer Ausbildung in Camp Ritchie, Maryland (USA), kehrt sie nach neun Jahren als Besatzungsoffizierin in ein zerstörtes und gebrochenes Deutschland zurück. In einem Camp der US Army nahe Frankfurt trifft Paula auf Johann Kupfer, einen österreichischen Juden, der den Amerikanern seine Dienste anbietet. Er will der größte Spion des Zweiten Weltkriegs gewesen sein. Paula soll herausfinden, ob das wahr ist.

Andreas Pflüger schreibt über Schuld und Scham, aber auch über Hoffnung und die Kraft der Liebe. Ritchie Girl ist ein, wie Bodo von Hechelhammer, Chefhistoriker des BND, in seinem Nachwort dem Autor attestiert, „blendend recherchierter Roman“. Dieses Buch zeigt anhand seiner immer wieder hadernden Hauptfigur, wie bitter es schon unmittelbar nach Kriegsende sein musste, zu erleben, dass gewichtige Kreise in ihrem Streben nach Macht und Deutungshoheit der neuen Verhältnisse wenig bis keine Skrupel hatten, mit hochrangigen Nazis zusammenzuarbeiten.

Eintrittskarten

Beginn ist um 18.30 Uhr. Tickets kosten 12 Euro (ermäßigt 6 Euro). Alle Informationen gibt es unter www.lit-eifel.de, Tickets im Vorverkauf unter www.ticket-regional.de und bei allen daran angeschlossenen Vorverkaufsstellen.

(red)