Friedenslicht: Von Bethlehem nach Roetgen getragen

Friedenslicht : Von Bethlehem nach Roetgen getragen

Das Friedenslicht ist vermutlich das einzige Licht der Welt, welches eine derart lange Reise mit dieser Menge an Zwischenstationen um die Welt zurücklegt. Kurz vor Heiligabend traf es auch in Roetgen ein.

Das Licht, welches als Symbol des Friedens gilt, wird von Bethlehem nach Wien gebracht und dort von Pfadfindern aus aller Welt übernommen, um dann in die jeweiligen Heimatländer weitergetragen zu werden. Dieses Jahr feierte das Friedenslicht unter dem Motto: „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“ sein 25-jähriges Jubiläum.

Die letzte Wichtelgruppenstunde vor den Weihnachtsferien beinhaltete auch in diesem Jahr die Weiterführung einer langen Tradition. Bereits an der Tür des Roetgener Rathauses erwartete Bürgermeister Jorma Klauss die Wichtel und ihre Leiterinnen und Leiter der Pfadfinderinnenschaft St. Georg Roetgen, die ihm auch in diesem Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem überbrachten. Diese Tradition besteht bereits seit 1998, also auch in Roetgen bereits seit 20 Jahren, und wird seitdem jedes Jahr weitergeführt.

Im Rathaus entzündete dann Wichtel Elisa das Friedenslicht und überreichte es dem Bürgermeister. Danach erklärten die Kinder, wie das Friedenslicht von Bethlehem nach Roetgen gelangt. Nachdem die Kinder auch noch einige Fragen über die Arbeit und das Leben im Rathaus stellen durften und auch mal einen Blick in das Büro des Bürgermeisters werfen durften, dankte er den Kindern für ihren Besuch und versprach, das Friedenslicht ebenfalls weiterzugeben.

Nachdem die Kinder das Licht in das Rathaus gebracht hatten, ging es auf die andere Straßenseite in die katholische Kirche. Dort wartete Angelika Paßen vom Leitungsteam der katholischen Kirchen an der Himmelsleiter bereits auf die Kinder. Nachdem Wichtel Finn das Licht in der Kirche entzündet hatte, erzählten die Kinder auch hier noch einmal, wie das Licht seinen Weg in die Gemeinde Roetgen gefunden hatte. Im Anschluss erzählte Angelika Paßen noch eine Geschichte über den eigentlichen Sinn von Weihnachten, bei der die Kinder gespannt zuhörten. Auch in der Pfarrkirche wird das Friedenslicht bereits seit einigen Jahren aufgestellt und kann von dort aus von den Leuten nach Hause geholt werden.

Am 23. Dezember wurde das Licht dann auch noch einmal in einem Gottesdienst an die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde verteilt. Der Gottesdienst wurde von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Pfadfinderinnenschaft St. Georg Roetgen mitgestaltet. Damit das Licht auch von den Gemeindemitgliedern mit nach Hause genommen werden kann, haben die Kinder in den Gruppenstunden Windlichter gebastelt, die dann im Gottesdienst verteilt wurden. So hatte jeder die Möglichkeit, das Licht mit nach Hause zu nehmen.

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