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Nordeifel: Von alten Hausmüllkippen geht keine Gefahr aus

Nordeifel : Von alten Hausmüllkippen geht keine Gefahr aus

Etwa 20 bis 30 Hausmüllkippen hat es bis Anfang der 70er Jahre in der Nordeifel gegeben. Im Jahr 1972 mussten diese Kippen nach dem Abfallbeseitigungsgesetz geschlossen werden.

Der Eifel-Müll wurde zur Deponie nach Horrem gekarrt. Die alten Deponien in der Eifel wurden mit Erdreich verfüllt und begrünt. Auf einigen wurden Grillplätze angelegt, weil ehemaliges Deponiegelände nicht unter den Landschaftsschutz fiel und man dort rechtlich problemlos noch bauen durfte.

Es stellt sich aber die Frage nach den gesundheitlichen Risiken solcher Altdeponien, die eben noch nicht nach den aktuellen strengen Vorschriften versiegelt worden sind. Treten dort heute noch schädliche Substanzen oder Gase aus?

Von einer Gefahr geht der Kreis Aachen nicht aus. Das Gefährdungspotenzial sei sehr gering, hieß es von der Pressestelle, denn auf den alten Hausmülldeponien sei relativ wenig problematisches Material verkippt worden. Im Gegensatz zu Deponien beispielsweise in Stolberg oder Eschweiler, auf denen auch Industrieabfälle entsorgt worden seien.

Mitte der 80er Jahren seien die ehemaligen Deponien in den drei Eifelkommunen untersucht worden, ohne nennenswerte Ergebnisse. Erst im vergangenen Jahr sei eine Kippe nochmals überprüft worden. Ergebnis: Der Müll war komplett mineralisiert und zu Humus geworden.

Weil die Deponien früher zumeist in Tälern angelegt wurden, waren einige kleinere Wasserläufe betroffen. Doch die seien längst verrohrt oder umgeleitet. Kommentar der Kreis-Pressestelle: „Es gibt keinen Grund zur Besorgnis.”