Roetgen: „Voll im Saft“: Obst pressen mit dem HeuGeVe

Roetgen: „Voll im Saft“: Obst pressen mit dem HeuGeVe

Das Obstpressen ist hierzulande noch nicht sonderlich verbreitet, das soll sich jedoch ändern. Der Heimat- und Geschichtsverein (HeuGeVe) Roetgen widmet sich einer neuen Aktion und bittet, dabei kräftig mitzumachen.

Obstpressen ist angesagt, zum ersten Male, aber gemeinsam mit dem Eschweiler Träger „Bine e.V.“ (Bildung und nachhaltige Entwicklung). Der Eschweiler Verein hat am 1. August dieses Jahres sein Projekt „Voll im Saft“ begonnen. In den kommenden drei Jahren sind weitere Veranstaltungen rund um das Thema Streuobstwiesen und Obstverarbeitung vorgesehen.

Für den HeuGeVe, wie Beisitzer Frank Martin sagt, eine Steilvorlage: „Unser Verein, der sich für eine behutsame, identitätsstiftende und zukunftsorientierte Entwicklung Roetgens einsetzt, möchte das Angebot auch für die Nordeifel umsetzen.“ Der Verein Bine führt seit Jahren Bildungsveranstaltungen zur nachhaltigen Entwicklung durch. Außerdem betreut er eine Herde vom Aussterben bedrohter Schafrassen und pflegt Streuobstwiesen.

Auf dem dem Marktplatz in Roetgen macht die Obstpresse am Samstag, 14. Oktober, ganztägig (abhängig von der Nachfrage) Station. Mit der auf zwei Anhängern montierten Anlage kann das Obst auf engstem Raum professionell verarbeitet werden. Es wird gewaschen, gehäckselt, gepresst und der Saft durch Erhitzen haltbar gemacht. Abgefüllt in Fünf-Liter-Kartons, ist das Getränk etwa ein Jahr lang haltbar.

Als Kostenpauschale wird 1 Euro pro Liter erhoben. Der HeuGeVe hofft auf zahlreiche Interessenten, die ihre Äpfel, Birnen oder Quitten, ab einer Menge von 50 Kilogramm, vorbei bringen und zu Saft pressen lassen. Auch wer kein eigenes Obst hat, kann die Arbeit der beiden Vereine und die mobile Obstpresse kennenlernen.

Bei Nachfragen steht Frank Martin, Telefon 02471/132550, zur Verfügung. Ansonsten können Anmeldungen im Internet unter www.obst.bine-aktiv.de erfolgen.

(der)