Nordeifel: Volkshochschule Südkreis steht vor Veränderungen

Nordeifel: Volkshochschule Südkreis steht vor Veränderungen

Auch 14 Monate nach Gründung der Städteregion Aachen trägt die Volkshochschule noch immer den Beinamen „Südkreis Aachen” im Namen. Eine große Imagekampagne zur Namensänderung aber muss die Weiterbildungseinrichtung nicht mehr starten, denn die VHS Südkreis Aachen steht ohnehin vor strukturellen Veränderungen.

Dies wurde deutlich bei der VHS-Verbandsversammlung, die jetzt im Rathaus Simmerath stattfand. Beim Rückblick auf das bald zuende gehende zweite Semester 2010 wurde klar, dass die VHS in ihrer jetzigen Form auf Dauer keine Zukunft mehr hat.

Die Verbandsvorsteherin, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, und Hans-Josef Hilsenbeck als Vorsitzender der Verbandsversammlung nahmen den Auftrag mit ins neue Jahr, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die VHS neu aufstellen kann. Margareta Ritter denkt da beispielsweise an Gespräche mit benachbarten Volkshochschulen. Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung sei es langfristig wohl nicht möglich, die für eine Bezuschussung des Landes erforderlichen Stundenzahlen aufrecht zu erhalten.

Nach aktuellem Stand der Dinge wird das zweite VHS-Semester mit schätzungsweise 1722 Stunden abschließen. Rechnet man die 1963 Stunden des ersten Semesters hinzu, so ergibt sich für 2010 eine Gesamtzahl von 3685 Unterrichtsstunden. Von diesen Stunden sind 3215 förderungsfähig, so dass laut VHS-Leiterin Hubertine Peters „das gesetzlich vorgeschriebene Mindestangebot von 3200 Unterrichtsstunden erreicht werden müsste.”

„Da darf aber kein Referent krank werden,” machte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) deutlich, dass man sich bei gerade einmal 15 Stunden über dem Limit auf einer „Gratwanderung” befinde. „Hoffen wir, dass es klappt”, fasste Hans-Josef Hilsenbeck den Wunsch der Versammlung zusammen.

Für das erste VHS-Semester 2011 wird in Monschau (1360 Stunden), Simmerath (1237) und Roetgen (1035) insgesamt ein Angebot von 3632 Unterrichtsstunden vorgehalten. Das Angebot fällt diesmal üppiger aus, weil es sich wegen der späten Sommerferien um ein sehr langes Semester handelt. Daher wurden rund 500 Stunden mehr angesetzt.