Vierköpfiges Chefarztteam wird komplettiert durch Dr. Andreas Bell

Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe hört auf : „Es war richtig schön für mich“

Über fünf Jahre hat Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe sich mit Rat, Tat und vor allem viel Erfahrung in der Eifelklinik St. Brigida eingebracht und in dieser Zeit nicht nur dazu beigetragen, das Zentrum für Orthopädische Chirurgie zu einem weiter zu entwickeln, sondern auch als Ärztlicher Leiter den Bogen zwischen Klinikleitung und ärztlicher Arbeit geschlagen.

Nun wird es für ihn nach über 45 Jahren Beruf und Berufung als Arzt Zeit für ein neues Kapitel. Weitergeführt wird das Zentrum für Orthopädische Chirurgie durch ein vierköpfiges Chefarztteam, seit dem 1. Januar komplettiert durch Dr. Andreas Bell.

„Ich habe den endgültigen Entschluss gefasst, meine Tätigkeit für die Eifelklinik zu beenden. Überschwänglich gerne tue ich das aber nicht. Denn es war richtig schön für mich, mit den Kollegen und den vielen engagierten Mitarbeitern des St. Brigida-Krankenhauses zusammen zu arbeiten und unsere Patienten bestmöglich zu versorgen“, erklärt Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Dieses Miteinander aufzugeben, ist schon ein echter Einschnitt.“ Dennoch sieht der mehrfache Vater und Großvater nun die Zeit gekommen, seinen Lebensmittelpunkt ins Private zu verlagern.

2013 war Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe nach Simmerath gewechselt, um das noch junge Team rund um Chefarzt Dr. Johannes Maiburg mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in allen Bereichen der Orthopädie und Endoprothetik zu unterstützen – von der Operation über den stationären Aufenthalt bis hin zur postoperativen und rehabilitativen Versorgung. Der Erfolg gibt ihm Recht: Heute ist die Eifelklinik St. Brigida größter Anbieter endoprothetischer Eingriffe der Region. Mehr als 1000 Kunstgelenke werden hier jährlich von einem großen und erfahrenen Team eingesetzt.

Andreas Bell, der Nachfolger von Dr. Borggrefe. Foto: Olaf Rohl

Dass dieses den eingeschlagenen Weg des Zentrums auch ohne ihn erfolgreich weitergehen kann, daran besteht für Dr. Borggrefe kein Zweifel. Nicht zuletzt, weil er das Zentrum für Orthopädische Chirurgie bei den amtierenden Chefärzten in den besten Händen sieht: Dr. Johannes Maiburg ist bereits seit 2011 leitend an der Eifelklinik tätig und hat hier den Bereich der Endoprothetik aufgebaut, Dr. Klaus Stiller hat insbesondere den Bereich der Unfallchirurgie komplett neu aufgestellt.

Ganz aktuell zum 1. Januar verstärkt wurde die Chefarztriege mit Dr. Andreas Bell als Orthopäden mit dem Fachbereich Hüft- und Knieendoprothetik, der sich in der Vergangenheit auch in der Sportmedizin unter anderem als leitender Arzt des international erfolgreichsten deutschen Profiradteams „NetApp“ (aktuell „Team Bora-hansgrohe“) einen Namen gemacht hat. 2016 kam der dreifache Familienvater als leitender Oberarzt in die Eifelklinik – wie seine Kollegen Johannes Maiburg und Klaus Stiller hatte er im Vorfeld im Aachener Marienhospital bereits eng mit Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe zusammengearbeitet. „Ich danke Ihnen sehr, dass Sie mich damals in die Eifel gelockt haben. Ich glaube, dass ich in den letzten Jahren noch einige wichtige Akzente für das Simmerather Krankenhaus setzen konnte“, geht nun dessen persönlicher Abschiedsgruß an Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar. Der wiederum sieht sich vielmehr Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe zum Dank verpflichtet: „Selbstverständlich verstehen wir, dass auch Dr. Borggrefe irgendwann seinen Abschied aus dem Berufsleben nehmen möchte. Dennoch bedeutet sein Weggang einen Verlust für unser Haus. Er war ärztlich wie menschlich eine wirkliche Bereicherung für die Eifelklinik.“

Neuer Ärztlicher Direktor

Ärztlicher Direktor wird nun der vierte Chefarzt im Zentrum für Orthopädische Chirurgie, PD Dr. Per Trobisch. Als einer der jüngsten Chefärzte Deutschlands wurde der damals 37-Jährige Ende 2014 Leiter der Wirbelsäulenchirurgie in der Eifelklinik – heute kennt der Experte das Haus ganz genau und weiß, was für die besondere Kombination aus individueller Patientenbetreuung in familiärer Atmosphäre und moderner Hochleistungsmedizin vonnöten ist. Mit ihm wurde ein Ärztlicher Direktor gefunden, der nicht nur das chirurgische Handwerk perfekt beherrscht, sondern sich darüber hinaus auch persönlich für die Zukunft des gesamten Hauses und seiner Mitarbeiter engagiert.

„Wenn ich mir die Eifelklinik heute ansehe, kann ich nur sagen: Die Mission ist mehr als geglückt“, freut sich Dr. Klaus-Ulrich Borggrefe. „Das Team im Simmerather Krankenhaus sucht ebenso wie die Qualität der Patientenversorgung seinesgleichen. Gerade auch das große Engagement für den Erhalt der Geburtshilfe des Hauses vor wenigen Monaten hätten ihm das wieder einmal deutlich vor Augen geführt. „Ich bin sehr stolz, dass ich hier meinen Beitrag leisten durfte. Sollte ich selbst oder irgendjemand aus meiner Familie erkranken – gerade in orthopädischer Hinsicht – besteht für mich kein Zweifel, an welche Adresse ich mich wende.“

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