Schwammenauel: Vier Sterne lassen den Seehof erstrahlen

Schwammenauel : Vier Sterne lassen den Seehof erstrahlen

Jack Russell Sally wuselt immer noch durch den Seehof. Auf Schritt und Tritt begleitet sie Herrchen und Frauchen. Vor anderthalb Jahren begleitete sie Waltraud und Franz-Josef Heuken noch durch eine Baustellenlandschaft. Jetzt durfte der Vierbeiner mit dem Ehepaar einen weiteren Abschnitt in der Geschichte des Seehofes an der Staumauer des Rursee feiern.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat das Hotel der Eheleute Heuken mit vier Sternen ausgezeichnet. Bis August 2013 gilt diese Auszeichnung, dann müssen die Heukens sich einer neuen Prüfung unterziehen.

Nun gratulierte der Bürgermeister der Stadt Heimbach, Bert Züll, dem Ehepaar, das das erste Vier-Sterne-Hotel in der Kommune betreibt: „Sie haben mit Ihrem beeindruckenden Engagement den Seehof von einem Schandfleck zu einer Top-Adresse am See und im Nationalpark gemacht”, zollte der Bürgermeister dem unternehmerischen Geist des Ehepaares Respekt, das seit Ende der 1990er Jahre Betreiber der Rurseeschifffahrt ist.

2006 kauften sie den Seehof. Der war in den 60er und 70err Jahren ein touristischer Anziehungspunkt am Rursee. Doch sein Niedergang war nicht zu stoppen. Er verkam.

Der heruntergekommene Seehof war den Heukens ein Dorn im Auge, zumal sie zu Unrecht immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht wurden. Schließlich einigten sie sich mit der Sparkasse Düren über die Verkaufssumme und investierten mehr als 2,5 Millionen Euro in das neue Hotel.

Das Gebäude wurde bis auf das Betongerippe entkernt und um ein Geschoss aufgestockt. Monatelang wuselten neben Sally die Handwerker, um rechtzeitig mit dem Innenausbau fertig zu werden. Denn Ostern 2009 sollte das Hotel mit seinen 33 Doppelzimmern und Suiten - davon 27 mit Blick auf den See -, seinem Restaurant der gehobenen Klasse, mit Tagungs- und Wellnessbereich und Selbstbedienungsrestaurant eröffnet werden. Der Zeitplan wurde eingehalten. Jetzt gab es die offizielle Urkunde der Dehoga.

Und Waltraud und Franz-Josef Heuken sind nicht nur aus diesem Grund glücklich: „Wir sind mit der Auslastung unseres Hotels sehr zufrieden.” Von jungen Ehepaaren mit ihren Kindern über Messe-Vertreter, die in Köln keine astronomischen Preise zahlen wollen, bis hin zu Stammgästen aus Euskirchen, die regelmäßig ein Wochenende im Seehof verbringen, und Hochzeitsgesellschaften reicht die Kundschaft.

Die meisten Übernachtungsgäste kommen aber aus dem westlichen Ausland: 50 Prozent der Urlauber reisen aus Belgien und den Niederlanden an. Bedient werden sie von 24 Angestellten. Unter ihnen befinden sich auch drei Auszubildende.