Simmerath: Verkehrssituation: In Simmerath herrscht Handlungsbedarf

Simmerath: Verkehrssituation: In Simmerath herrscht Handlungsbedarf

Die Verkehrssituation in der „kleinen Hauptstraße” in Simmerath ist unbefriedigend - hier könnte sich bald etwas ändern. Das regte jedenfalls der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath auf seiner Sitzung am Donnerstag an.

Die Parallelstraße zur Hauptstraße, an der zahlreiche Geschäfte liegen, ist einfach zu eng, meint Ortsvorsteher Stefan Haas. Dem Wunsch der Kunden, direkt vor einem Geschäft parken zu können, werde entsprochen.

Aber regelmäßig werde hier in den Fahrbereich hinein geparkt. Er schilderte im Ausschuss die Probleme, die sich ergeben, wenn auf beiden Seiten geparkte Autos stehen und Ware angeliefert wird „Der Zustand ist unhaltbar”, findet Stefan Haas. Der Ausschuss hatte sich vor seiner Sitzung vor Ort ein Bild der Lage gemacht und erfuhr nun vom Ingenieurbüro Linscheid, Schleiden, welche Varianten praktikabel sein könnten, um hier eine Verbesserung zu erzielen.

Tatsächlich ist der vorhandene Parkstreifen von nur 1,60 bis 1,70 Meter Breite sehr knapp bemessen, zwei Meter seien üblich. Es wird vorgeschlagen, eine Aufweitung in Richtung Grünanlage vorzunehmen. Dadurch könnte man auf beiden Seiten der Einbahnstraße je zwei Meter Parkstreifen anbieten und in der Mitte eine Fahrbahn von 3,67 Meter Breite.

Die Ausschussmitglieder schlossen sich weitgehend dieser Variante an. Die Kosten würden etwa 100.000 Euro betragen, diese sind in der Finanzplanung bereits berücksichtigt. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sieht in dieser Maßnahme eine Unterstützung des Gewerbes. Es wird noch geprüft, ob bei diesem Ausbau eine Gebührenpflicht für Anlieger besteht.

Jens Wunderlich regte an, eine Befragung der betroffenen Bürger vorzunehmen. Nach eingehender Diskussion beschloss der Ausschuss, eine Bürgerinformation durchzuführen, die Anregungen und Bedenken der Anlieger aufzunehmen und die Ergebnisse in der nächsten Ausschusssitzung vorzutragen.

Ebenfalls sieht Stefan Haas Handlungsbedarf in der Hauptstraße, um hier ein besseres Parken zu ermöglichen. Er hält die jetzige Einfassung der Bäume durch Bordsteine für eine Behinderung und würde gerne Baumscheiben anbringen lassen, diese sind aus Guss und würden genügend Wasser einsickern lassen. Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) lehnte den Vorschlag ab, weil dadurch die Situation der Bäume sich verschlechtern würde.

Einstimmig beschloss der Ausschuss, den Antrag des Simmerather Ortsvorstehers zunächst zurückzustellen.

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