Roetgen: VdK: Mehr Menschen auf Hilfe angewiesen

Roetgen: VdK: Mehr Menschen auf Hilfe angewiesen

Zur Mitgliederversammlung des VdK-Ortsverbands Roetgen hat der Vorsitzende Heinz Krott diesmal nicht so viele Mitglieder wie gewohnt begrüßt. Eine Grippewelle sorgte für einige Lücken an den Tischen im Restaurant Mirabela. Die Fehlenden verpassten eine positive Nachricht: Der VdK-Verband hat sich, was die Mitglieder angeht, gut entwickelt.

Dass die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um fast zehn Prozent gestiegen ist, war für Krott einerseits ein Grund zur Freude. 16 neue Mitglieder kamen hinzu, damit zählt der Ortsverband nun 192 (21 davon sind älter als 80 Jahre). Andererseits zeige dies aber auch, stellte Krott fest, dass immer mehr Menschen Hilfen benötigen, um ihre berechtigten Ansprüche im sozialen Bereich durchzusetzen.

Zu den Angeboten, die die Mitglieder des VdK in Anspruch nehmen können, zählen vor allem Rechtsauskünfte und -beratungen. Einfachere Probleme könnten direkt vor Ort gelöst werden, häufig sei aber Unterstützung durch die qualifizierten Mitarbeiter der VdK-Kreisgeschäftsstelle in Stolberg erforderlich.

Durch die steigenden Mitgliederzahlen würden auch die Anforderungen an den Ortsverbands-Vorstand größer, erläuterte Krott und appellierte deshalb an die Mitglieder, sich für eine Mitarbeit — beispielsweise als Beisitzer — zur Verfügung zu stellen. Dem amtierenden Vorstand dankte er für die gute Zusammenarbeit.

Schriftführerin Christel Messerschmidt blickte in ihrem Bericht auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Guten Zuspruch fanden mit je rund 45 Teilnehmern wieder die beiden Betreuungsfahrten nach Maasbracht und an den Rursee. Der nächste Tagesausflug führt am 9. Juni zu einer Straußenfarm bei Remagen. Der Kassiererin Rita Harzon bescheinigten die Kassenprüfer Walter Gerards und Günter Johnen eine einwandfreie Arbeit, so dass sie und der gesamten Vorstand einstimmige entlastet wurde.

Das mit fast 94 Jahren älteste Mitglied des Ortsverbands, Josef Hütten, gehört dem Roetgener VdK seit 40 Jahren an. Seit zehn Jahren unterstützen Ruth Hammer-Krichel, Dagmar Krickl und Susanne Schmitz den Sozialverband durch ihre Mitgliedschaft.

„Nur gemeinsam sind wir stark“, sagte Heinz Krott und würdigte die treuen Mitglieder. Leider beobachte er immer wieder, dass Menschen, sobald sie mit Hilfe des VdK ihre Ansprüche durchgesetzt haben, den Verband auch wieder verlassen. Es gehe aber nicht nur um die Lösung persönlicher Probleme, sondern um soziale Gerechtigkeit für alle, betonte Krott.

(heg)