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Simmerath: UWG will CDU-Mehrheit brechen

Simmerath : UWG will CDU-Mehrheit brechen

Die UWG hat klare Ziele und deutliche Forderungen.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft will mehr Mandate im künftigen Gemeinderat von Simmerath, sie will die absolute Mehrheit der CDU brechen, sie fordert, die Kanal- und Müllgebühr „erheblich zu reduzieren”, auch soll die Gemeinde Simmerath ihre Steuersätze „deutlich” unter die Hebesätze der Nachbar-Kommunen senken, um so die Wirtschaft in der Gemeinde zu fördern und zu stärken.

Die UWG hatte ihre Mitglieder nun eingeladen, die Direktkandidaten für die 16 Wahlbezirke in der Gemeinde Simmerath zu nominieren. Wichtiger noch war die Wahl der Reserveliste, denn, so UWG-Vorsitzender Helmut Keischgens: Es sei nicht „unbedingt zu erwarten”, dass die UWG ein Direktmandat erhalten werde.

Hoffen auf ein Mandat

Bei der Wahl im September 1999 schaffte die UWG einen Stimmanteil von 7,5 Prozent. Bei der nächsten Kommunalwahl hofft die UWG auf einen größeren Anteil und somit zumindest auf ein Mandat mehr als bisher, sagte Helmut Keischgens. Er rief „alle Nichtwähler und alle, die die Nase von der Geldverschwendung voll haben”, auf, zur Wahl zu gehen und dann UWG zu wählen.

UWG-Vorsitzender Helmut Keischgens istÊ Spitzenkandidat der UWG, er wurde von der Versammlung auf Platz 1 der Reservelist gewählt. ÊClaus Brust steht auf Platz zwei, gefolgt von Reimar Linz. Karin Keischgens wurde auf Platz vier nominiert, Günter Förster hat Platz fünfÊ inne vor Heribert Vroemen auf Platz sechs. Insgesamt nennt die Reserveliste 13 Namen.

Josef May: „Es reicht”

Josef May war nicht mehr bereit, sich auf die Reserveliste setzen zu lassen. Er kandidiert im Wahlbezirks Simmerath-Nord und Witzerath zwar noch direkt, doch er wird sich aus der aktiven Kommunalpolitik zurückziehen: „Es reicht”, sagte er auf der UWG-Versammlung, er habe 40 Jahre Politik gemacht und „dies gerne”. Er werde bald 80, da sei es an der Zeit, dass jüngere Leute Arbeit und Verantwortung übernehmen. So verzichtete er auf das Amt des Pressesprechers.

Neue Pressesprecher der UWG sind gemeinsam Birgitt Brust und Karin Keischgens. Claus Brust hingegen wurde in seinem Amt als Geschäftsführer bestätigt.

Die UWG zählt derzeit 46 Mitglieder, 12 waren zur Wahlversammlung gekommen.

Der Vorstand legte der Versammlung Vorschläge für die Wahl der Direktkandidaten und der Reserveliste vor. Weitere Vorschläge aus der Versammlung gab es nicht wie es ohnehin aus der Versammlung heraus keine Wortmeldung gab.

Gast der UWG an diesem Wahlabend im Saal Wilden war Gerhard Nadolny, unabhängiger Bürgermeisterkandidat, der von der SPD und der UWG unterstützt wird, ohne allerdings einen Platz auf der Reserveliste zu haben. In einem Statement stellte Vorsitzender Helmut Keischgens das Wahlprogramm der UWG für Simmerath vor.