Simmerath: UWG Simmerath: Kritische Fragen zur gestiegenen Müllmenge

Simmerath: UWG Simmerath: Kritische Fragen zur gestiegenen Müllmenge

Keinen Grund zur Aufregung liefern eigentlich die Abfallgebühren 2018 in der Gemeinde Simmerath. Die Gebühren bleiben durchweg konstant. Die UWG Simmerath wollte in der Ratssitzung den Gebührensätzen aber dennoch nicht zustimmen.

UWG-Vertreter Reinhold Köller stellte stattdessen kritische Fragen an die Regioentsorgung. So müssten sich die um 100.000 Euro gesunkenen Kosten bei der Müllverbrennung auch konkret kostenmindernd für die Bürger auswirken. Köller hielt eine Gebührensenkung um fünf Prozent für angemessen.

Auch konnte sich Köller nicht erklären, wieso die Müll-Tonnage in Simmerath im Jahr 2018 um 150 Tonnen (7,3 Prozent) höher angesetzt werde, und wodurch die siebenprozentige Erhöhung der Lohnkosten erklärbar sei. Die Regioentsorgung argumentierte mit steigenden Restabfallmengen im zweiten und dritten Quartal 2017. Dies habe man im Wirtschaftsplan 2018 vorab berücksichtigt. Zum Thema Lohnkosten hieß es, dass neben der allgemeinen tariflichen Erhöhung aus ein Haustarifvertrag erforderlich werde, vor allem viele private Entsorgungsunternehmen inzwischen über Tarif bezahlen würden.

Nach kurzer Diskussion bot Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns dem Fragesteller an, im Dialog mit Regioentsorgung und Verwaltung die offenen Punkt detailliert zu erörtern.

Auch in einem weiteren Punkt sieht die UWG noch Klärungsbedarf. Ratsherr Helmut Keischgens bezeichnete das Berechnungssystem für die Erhebung der Fremdenverkehrsgabe als nicht gerecht. Betriebe, die Verluste machten, dürften seiner Auffassung nicht eigentlich nicht zur Abgabe herangezogen werden, wohl aber dafür Betriebe, die nicht im Gemeindegebiet Simmerath ansässig seien, aber sehr wohl vom Fremdenverkehr profitieren würden. Die UWG werde zu gegebener Zeit einen Alternativvorschlag zur Diskussion stellen.

(P. St.)
Mehr von Aachener Zeitung