Imgenbroich/Konzen: Unterstützung für die Schule auf vielfältige Art und Weise

Imgenbroich/Konzen: Unterstützung für die Schule auf vielfältige Art und Weise

Auch wenn die Zukunft der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Imgenbroich-Konzen vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen in Sachen Schulpolitik in der Nordeifel ungewiss ist, wird sich der Förderverein auch weiterhin für die beiden Standorte engagieren und die Schule finanziell unterstützen. Dies hat der Vorstand des Vereins nun bekräftigt.

Die in diesem Jahr getätigten Anschaffungen - ein Gerätehaus für die Pausenspielgeräte (siehe Bild) und drei Sitzgelegenheiten - seien mobil und könnten notfalls auch an einem anderen Standort verwendet werden, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Zunächst einmal aber werten die Neuanschaffungen den Schulhof in Imgenbroich optisch und praktisch auf.

Der Hausmeister hat endlich Platz in seinem Raum in der Schule, Roller, Inliner, Bewegungsspiele, Bälle und einiges mehr können jetzt ordentlich im Gerätehaus verstaut werden. Die Picknicktische laden zum Frühstück auf dem Schulhof ein oder bieten am Nachmittag die Möglichkeit, bei schönen Wetter auch mal draußen zu malen und zu basteln. „Selbstverständlich versuchen wir, Projekte gleichmäßig und gerecht verteilt an beiden Standorten umzusetzen - so wie sich auch der Vorstand des Vereins aus Einwohnern beider Orte zusammensetzt”, so die Vorsitzende Kristina Merten.

„Wir sehen die GGS Imgenbroich-Konzen als neue Einheit und stellen keinen der beiden Standorte unseres jeweiligen eigenen Wohnortes in den Vordergrund. Dieses Mal war es eben ein Projekt in Imgenbroich, das realisiert werden konnte. Es gibt auch noch viele Ideen, die in Konzen realisiert werden könnten. Aber wir sind eben ein kleiner Förderverein und verfügen nicht über unbegrenzte Mittel”, so die Vorsitzende aus Imgenbroich, deren Stellvertreter Konzens Ortsvorsteher Matthias Steffens ist.

Es seien aber nicht nur „greifbare” Projekte, die ein Förderverein in einer Schule leiste, heißt es im Jahresbericht des Vereins. „Vielfach kann durch finanzielle Unterstützung einzelnen Kindern oder Familien geholfen werden. Nicht jeder kann sich den Beitrag für die OGS leisten, hat aber auch nicht immer Anspruch auf staatliche Hilfen. Dann kommt der Förderverein ins Spiel und ermöglicht einen reduzierten Beitrag für die OGS oder unterstützt bei den Kosten für eine Klassenfahrt”, heißt es da.

Die Vorsitzende weist auf eine weitere sehr wichtige Funktion des Fördervereins hin: „Durch den Förderverein wird es der Schule überhaupt erst möglich, Spenden zu erhalten”, sagt Kristina Merten und nennt Beispiele: „Erst kürzlich hat jemand die Schulleitung angerufen und angeboten, die Kosten für die Anschaffungen für das neue erste Schuljahr zu spenden. Dadurch spart jede Familie der Erstklässler ca. 20 Euro. Vor nicht allzu langer Zeit, haben wir eine Spende in Höhe von 400 Euro des DRK erhalten, und regelmäßig bekommen wir Spenden der Sparkasse und der Raiffeisenbank.”

Auch von Privatpersonen erhalte man gelegentlich Einzelspenden, sagt Merten und verweist auf einen besonderen Fall: „Als vor einigen Monaten Otto Theißen verstorben war, bat seine Familie darum, statt Blumen an die OGS der Grundschule Imgenbroich-Konzen zu spenden, was zu zahlreichen Spenden führte. Wir sind der Familie Theißen sehr dankbar für diese Geste und werden das eingegange Geld wie gewünscht gezielt zur Unterstützung von Kindern aus finanziell schwachen Familien einsetzen”, so Kristina Merten.

Ein weiteres wichtiges Thema für den Förderverein ist die Offene Ganztagsschule . Im laufenden Schuljahr hat die OGS Imgenbroich/Konzen einen starken Zuwachs zu verzeichnen.

Aktuell sind 32 Kinder im offenen Ganztag am Standort Imgenbroich und das bei ca. 70 Kindern insgesamt an der Schule. In Konzen, wo die Dritt- und Viertklässler unterrichtet werden, ist es bei 18 Kindern geblieben.

„Bei den Großen an der Grundschule scheint der Betreuungsbedarf bei den Eltern generell abzunehmen. Gerade wenn ein Elternteil nur halbtags arbeitet und die Kinder häufig bereits sechs Schulstunden haben, gehen weniger Kinder im Anschluss noch in die Betreuung”, erläutert die Vorsitzende.

Insgesamt sind von aktuell 156 Schülern an der GGS jetzt 50 Kinder in der OGS - „eine tolle Quote”, findet der Vorstand und sieht eine steigende Akzeptanz des Ganztags. Hinzu komme, dass die Qualität der Betreuung von Jahr zu Jahr besser werde.

Kristina Merten: „Die pädagogischen Fachkräfte nehmen jährlich an Fortbildungen teil und die Erfahrung wächst automatisch von Jahr zu Jahr. Jetzt wurde zusätzlich eine pädagogische Leitung für die OGS eingestellt, die die Schulleitung entlasten und das Betreuungsteam, das sich auf die beiden Standorte verteilt, unterstützt.

Claudia Blank ist studierte Pädagogin, und wir wollen gemeinsam mit ihr, der Schulleitung und den beiden Standort-Koordinatorinnen, Vera Gottfried (für Imgenbroich) und Renate Huppertz (für Konzen), die Qualität der Betreuung im Offenen Ganztag regelmäßig überprüfen und stetig weiterentwickeln.”