Simmerath: „Und einatmen”: Lungentag in St. Brigida

Simmerath: „Und einatmen”: Lungentag in St. Brigida

Die Eifelklinik St. Brigida hatte am Samstag zum 13. Deutschen Lungentag eingeladen, und viele Interessierte fanden den Weg zum Krankenhaus. Die Caféteria hatte sich mit Patienten aus dem Haus gefüllt, aber auch zahlreiche Gäste von außerhalb kamen bereits um 10 Uhr zum Vortragsprogramm.

Je nach persönlichem Interesse konnten verschiedene Themen ausgesucht werden. Unter anderem ging es um Klimawandel und Allergien, eine Thematik, die viele Besucher ansprach, wie Diskussionsleiter Chefarzt Dr. Klaus Generet feststellte.

Prof. Dr. Andreas Bott stellte beispielsweise einen Zusammenhang zwischen dem klimatischen Wandel und der erhöhten Empfindlichkeit der Menschen her. „Heute ist die Hälfte aller Kinder, die eingeschult werden, allergisch oder hoch sensibilisiert”, erklärte er.

Allergien werden zweifellos vom Klima beeinflusst, doch eine richtige Prognose sei nicht möglich, so Prof. Bott. Er sei jedoch nicht allergisch gegen Fragen, ermunterte er die Zuhörer, sich weiter zu informieren. Auch Broschüren und Faltblätter standen den Besuchern zur Verfügung und im Eingangsbereich fand man ein großes Angebot an Informationsmaterial.

Auch die Lungenemphysem-Selbsthilfegruppe Simmerath stellte sich vor. Wolfgang Ramstein und Heidi Witt, die die Gruppe leiten, gaben Auskunft über diese Krankheit, die sehr verbreitet ist: Weltweit leiden fünf Prozent der Bevölkerung daran. Die Gruppen pflegen den Erfahrungs- und Gedankenaustausch der Erkrankten, aber auch der Angehörigen und unterstützen in schwierigen Situationen.

Das nächste Treffen der Simmerather Gruppe findet am 16. Oktober in der Bibliothek der Eifelklinik statt.

Wie gut die eigene Lunge funktioniert, konnte man mit ein paar einfachen Tests ausprobieren, tiefes Einatmen und kräftiges Auspusten wurden gemessen. Die ermittelten Werte gaben Auskunft über den grundsätzlichen gesundheitlichen Status der Lunge. Diese Tests weckten großes Interesse, sodass die Helferinnen ununterbrochen zu tun hatten.

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