Umgestürzte Bäume, umherfliegende Schilder und umgekippte Bauzäune

Sturmtief am Sonntag : „Eberhard“ ärgert die Fußballer und beschäftigt die Feuerwehr

Die stärksten Böen des kleinen,aber giftigen Sturmtiefs „Eberhard“ haben vor allem am Sonntagnachmittag auch in der Nordeifel für einige Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren gesorgt.

„Wir haben bislang fünf Einsätze zu verzeichnen“, vermeldete Christian Förster, Wehrleiter der Gemeinde Simmerath, am Sonntagnachmittag. „Ist zwar alles nichts Dramatisches“, meinte er, aber es beschäftige natürlich dennoch die Kameraden in den Löschgruppen. Der erste Einsatz war dabei erst um 13.15 Uhr erforderlich, was zeigt, dass das Sturmtief erst nach Mittag mit seinem Starkwindfeld die Eifel erfasste. Die heftigen Böen ließen in Einruhr, Erkensruhr, Rollesbroich, Woffelsbach sowie zwischen Eicherscheid und Hammer Bäume und Äste auf die Straßen purzeln, die dann von den Einsatzkräften wieder freigeräumt werden mussten.

Nicht mit Bäumen, sondern mit Bauzäunen, die auf Straßen und Gehwege gefallen waren, musste sich die Roetgener Feuerwehr am Sonntag beschäftigen. Die Sturmböen hatten das Material an der Baustelle der Sparkasse in Roetgen an der B 258/Ecke Jennepeterstraße erfasst und auf die Straßen gefegt, wie Berthold Schatz von der Feuerwehr Roetgen berichtete.

Auch die Monschauer Feuerwehren waren im Sturmeinsatz. Zunächst wurden an der Hatzevennstraße in Konzen zwei Bäume vorsorglich abgesägt, die auf ein Wohnhaus zu stürzen drohten. Im Bereich Wahlerscheid musste die Wehr einen umgefallen Baum von der B 258 entfernen. Und in Imgenbroich war eine „allgemeine Hilfeleistung“ erforderlich, weil an einem Kaufhaus große Werbetafeln umherflogen.
Bereits am Samstagabend war im Bereich Dreistegen ein Baum auf eine Telefonleitung gefallen, den die Feuerwehr ebenfalls entfernte.

Besonders arbeitsreich war das Wochenende indes für den Löschzug Konzen/Imgenbroich. Am späten Freitagnachmittag rückten die Wehrmänner zunächst zu einem kleinen Brand in einem Schreinereibetrieb am Bruchweg in Imgenbroich aus, und am Samstag wurde eine größere Ölspur in der Grünentalstraße gemeldet. Hier konnte die Feuerwehr jedoch nichts ausrichten, da es sich bei dem ausgelaufenen Betriebsstoff um Hydrauliköl handelte. „Dieses Öl können wir mit unserem Bindemittel nicht aufnehmen“, sagte Einsatzleiter Patrick Call. Eine Spezialfirma aus Zülpich musste anrücken und bis in den Abend hinein die breite und rund 500 Meter lange Ölspur von der Kreisstraße aufnehmen. Auch die Polizei war vor Ort und nahm die Ermittlungen gegen den Verursacher auf.

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