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Eins werden mit der Natur: Udo Thorwesten geht in den Ruhestand

Eins werden mit der Natur : Udo Thorwesten geht in den Ruhestand

„Viele Menschen in der westlichen Welt haben den Zugang zur Natur oft verloren oder noch nie gefunden“, sagte Udo Thorwesten bei seinem Abschied aus dem Umweltam im Haus der Städteregion Aachen.

Er riet jedem, in der freien Natur einmal innezuhalten und die vielfältige natürliche Umgebung auf sich persönlich und mit allen Sinnen wirken zu lassen. „Jeder sollte wenigstens einmal versuchen, eine Verbindung zur Natur herzustellen.“

Nach 35 Jahren im damaligen Kreis und der heutigen Städteregion Aachen hat der Diplom-Ingenieur für Landespflege und -ökologie sein Büro im Umweltamt jetzt endgültig verlassen. Der zuständige Dezernent Stefan Jücker und seine langjährige Kollegin, Amtsleiterin Barbara Schilling, lobten beim Abschied noch einmal sein Fachwissen und seine besondere Fähigkeit, Menschen überzeugen und einen Interessenausgleich herbeiführen zu können.

 Auch künftig wird sich Udo Thorwesten (3. v. re.) um den Schutz der Natur kümmern. Zur Verabschiedung trafen sich Barbara Schilling (Amtsleiterin Umweltamt), Patrick Gier (Personalrat), Stefan Jücker (Technischer Dezernent), Udo Thorwesten, Ellen Wirtz (Leiterin Zentrale Dienste) sowie Richard Bollig (Arbeitsgruppenleiter im Umweltamt) an der Linde in Innenhof, um sich zu verabschieden.
Auch künftig wird sich Udo Thorwesten (3. v. re.) um den Schutz der Natur kümmern. Zur Verabschiedung trafen sich Barbara Schilling (Amtsleiterin Umweltamt), Patrick Gier (Personalrat), Stefan Jücker (Technischer Dezernent), Udo Thorwesten, Ellen Wirtz (Leiterin Zentrale Dienste) sowie Richard Bollig (Arbeitsgruppenleiter im Umweltamt) an der Linde in Innenhof, um sich zu verabschieden. Foto: Detlef Funken, StädteRegion Aachen

Thorwesten freut sich als Ehemann und Vater von drei Kindern auf den kommenden Lebensabschnitt. Dem Naturschutz wird er weiter verbunden bleiben und die Entwicklungen, die er angestoßen hat, mit Interesse verfolgen. Thorwesten sprüht immer vor Begeisterung, wenn er an die Berufsjahre zurückdenkt und daran, was er im Laufe der Jahre auf den Weg gebracht hat: „Ich hatte schon zu Beginn beim damaligen Kreis Aachen die Chance, meine Aufgabe weitestgehend selbst zu gestalten. Das hier ist meine Heimat und dafür wollte ich etwas tun.“

Weil das Thema vor 35 Jahren kaum in den Köpfen der Verantwortlichen war, ließen sich die grundsätzlichen Leitsätze seines Handelns nur schwer vermitteln, erinnert sich Thorwesten. Die ökologischen Zusammenhänge in ihren räumlichen Ausprägungen zu respektieren und zum Erhalt des Gleichgewichts in der Natur fortzuentwickeln, das war sein Ziel. „Im Gegenzug musste ich lernen, politische Vorgaben und manchmal auch Zwänge zu akzeptieren.“

Ob er in der knietiefen Inde selbst Hand mit anlegte, wenn es galt meterhohe Herkulesstauden auszugraben, oder mit einer Hebebühne über den Baumgipfeln schwebte, um die jahrhundertealten Naturdenkmale von oben zu begutachten: Thorwesten brannte immer für seine Aufgaben. „Der Beruf muss aus dem Herzen kommen und idealerweise mit ausreichendem Sachverstand kombiniert werden“, resümierte Thorwesten.

Dass er dies in besonderem Maße vereinte, daran bestand im Haus der Städteregion nie ein Zweifel. Neben der Familie werden von jetzt an auch die Enkelin, der Enkel-Hund und sein Kaltblutpferd „Moritz“ von der neuen Zeitrechnung profitieren. „Als Selbstversorger werde ich mich ab jetzt etwas intensiver um mein „1,80-Meter-Stockmaß Pony“ kümmern können“, freut sich Thorwesten.

Die besten Wünsche aus dem Personalbereich gaben ihm Ellen Wirtz (Leiterin Zentrale Dienste) und Patrick Gier (Personalrat) mit auf den Weg.