Twisters und mehr bei der Proklamation in Höfen

Höfner Biebesse legen los : Twisters und mehr bei der Proklamation

Ohne Zugabe kommen sie nie von der Bühne, was auch daran liegt, dass sie seit Jahren beim Gardetanz zeigen, wo der Hammer hängt. Die Rede ist von der Tanzgarde der „Twisters“ bei den Höfener Biebesse.

Dabei trägt die tänzerische Hausmacht der Biebesse ihren Gruppennamen sicher zu Recht und hat sich auch bei auswärtigen Auftritten ein sehr hohes Ansehen ertanzt. Davon kann man sich auch am Samstagabend überzeugen, wenn die „Twisters“ bei der Prinzenproklamation der Biebesse über die Bühne der Vereinshalle wirbeln und ihren neuen Tanz präsentieren. Sitzungspräsident Christoph Rader brachte es im vorigen Jahr auf den Punkt, als er festhielt: „Das Schönste, was unser Fastelovend zu bieten hat — die ‚Twisters’.“

Das ist den beiden Trainerinnen der Tanzgarde, Melanie Schaffrath und Martina Mießen, bei allem Stolz auf ihre Truppe fast schon ein wenig zu viel des Lobes. Vorschusslorbeeren möchte man nicht, und man wolle auch keinesfalls über den Rest der tänzerischen Abteilung bei den Biebesse gestellt werden. Vom Jugendbereich, über die Mariechen und den „Twisters“ bis hin zur Showtanzgruppe kann man ein großes Angebot mit viel Power und Qualität präsentieren, wobei bei deren Darbietungen allen der Spaß am Tanz anzumerken ist.

Bevor man schließlich auf der Bühne vom Publikum Riesenapplaus bekommt, ist aber zunächst einmal monatelange Arbeit angesagt. „Nach den Osterferien ist unsere Karenzzeit vorbei“, stellt Melanie Schaffrath dazu fest. Dann trainieren die 19 Mädels der Twisters für die nächsten neun Monate einmal pro Woche in der Vereinshalle. Dies ist dann auch der oft nicht bekannte und nicht gewürdigte Unterschied zum „normalen, uniformierten Karnevalisten“, der sich in dieser Phase die übliche Auszeit nimmt, während die Tanzgarden, Mariechen und Showtanzgruppen sich beim Training „quälen“. Das alles für den Premieren-Auftritt auf der Proklamation, dem dann in der restlichen Fastelovendszeit noch 15 bis 20 Auftritte folgen.

Trotz aller vorherigen Trainingsanstrengungen mache dies allen einen Riesenspaß, wobei die Truppe dann auch noch so nebenbei die Vereinshalle schmücke, wie Vorsitzender Jochen David mit Stolz vermerkt.

Samstagabend wird man dann zeigen, worauf man in monatelanger Arbeit hin trainiert hat. Dann geht es auch dem alten Dreigestirn (Peter und Achim Mießen sowie Udo Schütt) vor dem neuen Bühnenbild an den Kragen und die Biebesse werden einen neuen Prinz proklamieren. Neben verschiedenen Darbietungen der Mariechen und Tanzgruppen hat man auch mit „D´r Tulpenheini“ und „Ausbilder Schmidt“ zwei Hochkaräter der Redner- und Comedy-Szene im Programm.

Als Gastverein werden die Kiescheflitscher aus Rurberg/Woffelsbach mit voller Stärke erscheinen, bevor zum Schluss „De Pittermännche“ aus Belgien die Vereinshalle einheizen.

(ho)