Roetgen: TV Roetgens Frauen reisen als Außenseiter zum Pokalfinale

Roetgen: TV Roetgens Frauen reisen als Außenseiter zum Pokalfinale

Mehr Mühe als erwartet hatten die Handballdamen des TV Roetgen am vergangenen Spieltag beim Tabellenletzten der Oberliga HSV Frechen. Beim Abpfiff hieß es zwar 25:24 für die Roetgenerinnen, aber während des Spiels fühlte TV Roetgens Trainer, Eric Ortmann, sich wie auf der Achterbahn.

„Handballerisch war es schlecht, was die Mannschaft abgeliefert hat, aber von der Moral und dem Charakter, den die Mannschaft gezeigt hat, war es gut“, brachte er die 60 Minuten mit Höhen und Tiefen auf den Punkt.

Anne Fischer sorgte für die Roetgener Führung, dann drehten die Gastgeber den Rückstand in eine 4:2-Führung. Lisa Cosler und Isabell Karl sorgten für den Ausgleich. Danach ging es bis zum 8:7 ausgeglichen weiter, ehe die Rot-Gelben durch Franziska Lühn, Krissi Plum und Lisa Cosler auf 10:8 enteilten. Die Gastgeberinnen nahmen aber trotzdem eine 13:12-Führung mit in die Pause. Lisa Cosler erzielte direkt nach Wiederbeginn den Ausgleich, dann zogen die Einheimischen wieder auf 17:13 und 20:17 davon. Aber auch von diesem Rückstand ließen die Roetgenerinnen sich nicht einschüchtern.

Heim- und Auswärtsgesicht

Lisa Cosler und zwei Tore von Eva Deutz sorgten für den erneuten Ausgleich (20:20). Sabine Schmal brachte die Rot-Gelben wieder in Front. Nach dem 21:21 sorgten Lisa Cosler und Isabell Karl mit zwei weiteren Toren für einen 24:21-Vorsprung. In den letzten Minuten wurde es dann richtig turbulent. Eva Deutz baute die Führung auf 25:22 aus.

Anne Fischer holte sich noch zwei Minuten Zeitstrafe ab und in der Überzahl verkürzte das Team aus Frechen noch auf 24:25. In den Schlusssekunden gab es dann noch eine Verwarnung für den Roetgener Coach, dann war aber endlich Schluss mit der turbulenten Begegnung. „Die Mannschaft hat ein Heim- und ein Auswärtsgesicht, an dem schlechten Auswärtsgesicht müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten“, so der Coach.

Am Samstag wartet eine eminent schwere Aufgabe auf die Frauen des TV Roetgen. Um 16 Uhr geht es in der Eugen-Haas-Halle in Gummersbach im HVM-Pokalfinale gegen den Nordrhein-Ligisten TV Strombach, der als klassenhöheres Team als Favorit ins Endspiel geht und auch den Heimvorteil genießt. In der neuen Umgebung Nordrhein-Liga kommt die Gruppe aus dem Oberbergischen sehr gut zu recht.

Die ersten fünf Begegnungen konnte die Mannschaft erfolgreich gestalten und die Tabellenspitze übernehmen. Am sechsten Spieltag teilte man sich die Punkte in Königsdorf und kassierte am vergangenen Spieltag eine deutliche Heimniederlage gegen den TSV Bonn, der sich damit die Tabellenführung sicherte und die Strombacherinnen auf Platz drei verdrängte.

Eric Ortmann weiß, dass er mit seinem Team als krasser Außenseiter ins Pokalfinale geht: „Wir sehen das Endspiel als ein zusätzliches Bonbon, aber wir wissen, dass es ein ganz schweres Spiel wird, in dem wir aber nichts zu verlieren haben.“

Aus personeller Sicht müssen die Roetgenerinnen weiter auf Anna Leblanc und Laura Cosler verzichten, während hinter dem Einsatz von Kristina Plum noch ein ganz dickes Fragezeichen steht.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen in Frechen die Tore: Lisa Cosler (7), Anne Fischer, Eva Deutz und Isabell Karl (alle je 3), Franziska Lühn, Laura Gilliam, Sabine Schmal und Kristina Plum (alle je 2), Inga Schüler .

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