Roetgen: TV Roetgen: Aufstiegschance für Handballfrauen

Roetgen: TV Roetgen: Aufstiegschance für Handballfrauen

Durch einen nie gefährdeten Erfolg am vergangenen Spieltag gegen den Godesberger TV unterstrichen die Handballfrauen des TV Roetgen, dass sie nun endgültig Richtung Oberliga unterwegs sind. Da der Tabellendritte, Polizei Köln, beim SSV Nümbrecht verlor und der Stolberger SV sich eine Punkteteilung in Leverkusen leistete, gehen die Roetgenerinnen mit fünf Punkten Vorsprung in die letzten fünf Runden der Verbandsliga.

„Es sieht jetzt ganz gut für uns aus, aber auf uns warten auch noch drei schwere Spiele“, wagt Roetgens Trainer Bernd Marquardt einen optimistischen Blick voraus, warnt aber gleichzeitig auch vor den Spielen gegen die direkten Mitkonkurrenten Polizei Köln, SSV Nümbrecht und Stolberger SV.

Pech beim Torabschluss

Nach den personellen Problemen am vorletzten Spieltag in Bocklemünd hatten die Sorgen des Coachs sich am Samstag auf ein Minimum reduziert. Verzichten musste er nur noch auf die an Grippe erkrankte Laura Cosler.

Nachdem Eva Deutz und Sabine Schmal für eine 3:0-Führung gesorgt hatten, verkürzten die Gäste auf 3:2. Glück hatte die Mannschaft aus dem Bonner Stadtteil, dass die Roetgenerinnen bis zur 18. Minute dreimal den Pfosten oder die Latte trafen.

Durch weitere Tore von Anna Leblanc, Lisa Cosler, Elke Peters und Yvonne Baltzer zogen die Rotgelben mit 10:5 davon. Ehe es in die Kabinen ging, verkürzten die Gäste noch auf 6:10. „In der Abwehr stehen wir sehr gut, leider haben wir beim Torabschluss etwas Pech gehabt“, resümierte Bernd Marquardt beim Seitenwechsel.

In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit legten die Roetgenerinnen den Grundstein zum Sieg, als sie ihren Vorsprung auf 16:10 und im weiteren Spielverlauf auf 20:10 ausbauten.

Doch die Gäste akzeptierten die Überlegenheit der Einheimischen nicht und brachten etwas mehr Härte ins Spiel, aber auch davon ließen sich die Roetgener Damen nicht aus der Bahn werfen. Sabine Schmal warf noch zwei weitere Tore und Jasmin Borsten, Yvonne Baltzer und Eva Deutz machten den deutlichen 25:12-Endstand klar. „Die Mannschaft hatte einige starke Phasen im Spiel und hat ihre Aufgabe hervorragend gelöst“, war der Roetgener Trainer rundum zufrieden.

Vorentscheidung um Aufstieg

Zu einer Vorentscheidung im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze könnte es schon am Samstag kommen, denn dann sind die ersten vier Mannschaften der Tabelle unter sich. Der SSV Nümbrecht erwartet den Tabellenvierten Stolberger SV. Die Roetgenerinnen reisen zum Tabellendritten Polizei Köln. Anwurf der Partie ist um 17.30 Uhr.

Sollten die Oberbergischen und das Team aus der Nordeifel gewinnen, dann dürfte mehr als nur eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen gefallen sein. Allerdings wissen die beiden führenden Teams, dass ihre Gegner am Samstag praktisch um ihre letzte Chance kämpfen und dementsprechend motiviert in die Begegnungen gehen werden.

„Wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Wir wissen aber auch, dass wir in Köln gewinnen können“, hält Bernd Marquardt einen Sieg seines Teams in der Domstadt für durchaus realistisch.

Beim 25:12- Sieg gegen den Godesberger TV erzielten folgende Spielerinnen die Tore für den TV: Yvonne Baltzer (5), Lisa Cosler, Sabine Schmal, Anna Leblanc (alle je 4), Eva Deutz (3), Elke Peters und Jasmin Borsten (beide je 2), Svenja Andres (1).

(kk)