Nordeifel: TuS Lammersdorf träumt von der Meisterschaft

Nordeifel : TuS Lammersdorf träumt von der Meisterschaft

In der Kreisliga B kicken in dieser Saison sechs Mannschaften aus der Region. In der Aachener Kreisliga B2 spielen der TuS Lammersdorf, der TuS Mützenich und die drei Zweitvertretungen aus Roetgen, Konzen und Eicherscheid. Die Zweitvertretung der SG Vossenack/Hürtgen ist in der Dürener Kreisliga B3 beheimatet.

Über das bisherige Abschneiden und die Hoffnungen und Wünschen für die zweite Saisonhälfte der beiden TuS-Teams aus Lammersdorf und Mützenich und über die Aussichten der SG Vossenack/Hürtgen berichten wir diesmal.

Oliver Grunwald, der Trainer der SG Vossenack/Hürtgen, will so schnell wie möglich den Keller der Dürener Kreisliga B3 verlassen.

TuS Lammersdorf

„Die Position zu halten wird sehr schwer. Wenn wir am Ende unter den ersten Drei stehen, sind wir zufrieden“, stapelt Axel Tings, der Erste Vorsitzende des TuS Lammersdorf, weiterhin tief, auch wenn die Rot-Weißen eine überragende Hinrunde spielten und die Tabelle der Aachener Kreisliga B2 souverän anführen. TuS-Trainer Jürgen Theißen widerspricht dem Vereinschef nicht und handelt mit seinen Jungs nach dem Motto: „tiefstapeln und hoch gewinnen“.

„Wir sind nicht der Topfavorit und müssen zuerst einmal den Winter in der Eifel abwarten. Auf uns warten noch viele schwere Spiele, in denen wir die gute Hinrunde mit einer konstanten Leistung bestätigen müssen.“ So richtig auf der Meisterrechnung hatten die Wenigsten die Rot-Weißen, die unbelastet in die Saison gehen konnten, in der sie aber vom ersten Spieltag an für Furore sorgten.

Nach drei Siegen in Folge musste der TuS sich am vierten Spieltag, ausgerechnet gegen den bis dahin punktlosen Tabellenletzten Rhenania Eschweiler mit einem 1:1 begnügen. Danach schaltete man an der Schießgasse aber wieder in den Dreipunktemodus und landete sieben, teilweise sogar deutliche Siege.

Eigentlich wären es wahrscheinlich acht Erfolge gewesen, aber im Spiel gegen Blau-Weiß Aachen fiel dem Schiedsrichter nach der 2:0-Führung der Lammersdorfer auf, dass er für die schlechten Bodenverhältnisse das falsche Schuhwerk hatte, und brach zum Erstaunen beider Mannschaften in der 20. Minute die Begegnung wegen Unbespielbarkeit des Platzes ab. Die einzige Niederlage der Hinrunde kassierte der TuS am 12. Spieltag bei der Zweitvertretung des FC Roetgen. Nach einem 4:0-Erfolg beim VfL 05 Aachen verabschiedeten die Rot-Weißen sich mit der beinah schon optimalen Ausbeute von 34 Punkten in die Winterpause.

Die wird vom Coach und Co-Trainer Christoph Salemink am 23. Januar beendet. Erste Tritte gegen den Ball gibt es für die Rot-Weißen am Sonntag zuvor beim Hallencup in Simmerath. Höhepunkt der Wintervorbereitung ist ein Trainingscamp vom 26. bis 28. Januar in heimischer Umgebung. Sollten die Winterverhältnisse an der Schießgasse nicht optimal sein, dann stehen die Sporthalle und der Kunstrasen in Simmerath als Alternative zur Verfügung. Bisher ist ein Test gegen den A-Ligisten SV Breinig II geplant, weitere Testspiele werden je nach Witterungslage kurzfristig angesetzt.

Ernst wird es am 18. Februar in der Nachholbegegnung gegen Blau-Weiß Aachen. Jürgen Theißen erwartet in der Rückrunde keine Geschenke von den Klassenkameraden und traut den Teams von Borussia Brand, den Sportfreunden Hehlrath und dem personell verstärkten VfR Forst einiges zu. Als ernsthaften Konkurrenten stuft er auch die Zweite des FC Roetgen ein.

TuS Mützenich

Ganz anders als in Lammersdorf sieht die aktuelle Fußballwelt beim TuS Mützenich aus. „Das habe ich bisher auch noch nicht erlebt, dass ich in einer Hin- oder Rückrunde keinmal gewonnen habe“, blickt Mützenichs Trainer Achim Sarlette auf eine enttäuschend verlaufene, sieglose Saisonhälfte zurück. Einzig Zählbares für die Vennkicker waren Punkteteilungen gegen FC Roetgen II, SCB Laurenzberg, VfL 05 Aachen, Grün-Weiß Mausbach, FC Stolberg und SV Breinig III. Mit sechs Punkten teilen die Mützenicher sich das Tabellenende mit Aufsteiger SCB Laurenzberg.

Achim Sarlette weiß, dass in der Rückrunde beinah nur Endspiele auf ihn und sein Team warten, aber er hat seiner Mannschaft auch vorgerechnet, dass der Rückstand auf das rettende Ufer nur vier Punkte beträgt und der Klassenerhalt noch realisierbar ist. „Wir haben ja nicht immer schlecht gespielt, wir haben auch gute Spiele gemacht, in denen wir beste Torchancen ausgelassen haben und uns auch das Quäntchen Glück gefehlt hat.“

Der Coach lässt nichts unversucht und setzte am vergangenen Dienstag schon die erste Trainingseinheit an. Da die Erfahrung gelehrt hat, dass die Rasenplätze in Mützenich im Winter nicht immer bespielbar sind, wird die Mannschaft einige Trainingseinheiten an der Monschauer Flora absolvieren. Je nach Witterungsbedingungen wird man auf der Flora neben drei wöchentlichen Trainingseinheiten auch einige Testspiele bestreiten. Achim Sarlette hofft, dass sein Team in der Rückrunde vom Verletzungspech verschont bleibt und ihm häufiger als in der Hinrunde alle Stammkräfte zur Verfügung stehen. „Bei uns wissen alle, worum es geht und dass wir mit der richtigen Einstellung den Klassenerhalt noch schaffen können.“

SG Vossenack/Hürtgen II

Zum Saisonziel Klassenerhalt in der Dürener Kreisliga B3 kann der Weg auch noch ziemlich steinig für die Zweitvertretung der SG Vossenack/Hürtgen werden. „Für den Aufwand, den wir betrieben haben, sind es ein paar Punkte zu wenig“, so Spielertrainer Oliver Grunwald, der mit der Ausbeute nicht zufrieden ist. „Richtig unterlegen waren wir nur in zwei Spielen, aber wir haben in fast allen Spielen zu viele gute Torchancen ausgelassen“, kennt der Coach den primären Grund für die Platzierung so gerade über dem Strich.

13 Spiele absolvierten die Rur-eifeler in der Hinrunde, davon konnten sie drei gewinnen, kassierten hingegen zehn Niederlagen. Punkteteilungen kennt man im bisherigen Saisonverlauf bei der Spielgemeinschaft nicht. Dass bei den Rureifelern Verbesserungsbedarf in der Offensive besteht, zeigt ein Blick auf die Tabelle, denn nur zwölf erzielte Tore sind der schlechteste Ligawert. Positiv stimmt den Coach die gute Trainingsbeteiligung, auf der sich aufbauen lässt.

Den ersten Test bestritten die Reservisten der SG am vergangenen Sonntag gegen die A-Junioren von Jülich Koslar. Trotz der 3:4-Niederlage war Oliver Grunwald zufrieden. Weitere Vorbereitungsspiele sind gegen die Drittvertretung des TV Konzen, den SV Kalterherberg und die Zweite des TuS Schmidt geplant. Den letzten Test absolvieren die Rureifeler eine Woche vor Saisonbeginn gegen die Zweite des VfVuJ Winden, den Tabellenführer der Dürener Kreisliga C4.

Eine Woche später sollen dann in der Heimbegegnung gegen den SV Pingsheim die ersten Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt eingesammelt werden. „Wenn wir unsere Torchancen besser nutzen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir da unten wegkommen“, blickt der Coach optimistisch in den zweiten Saisonabschnitt, auch wenn er weiß, dass einige Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller sich personell gut verstärkt haben.

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