Simmerath: TUS Lammersdorf: Grünes Licht für Sportheim und Gerätehaus

Simmerath: TUS Lammersdorf: Grünes Licht für Sportheim und Gerätehaus

Wenn in Ausschuss-Sitzungen zu den verschiedenen Beschlussvorlagen in zügigem Tempo allgemeine Übereinstimmung gegeben ist, strahlen auch deren Vorsitzende. Jens Wunderlich, Vorsitzender des Struktur- und Hochbauausschusses der Gemeinde Simmerath, machte am Donnerstagabend im öffentlichen Teil der 25. Sitzung dieses Gremiums da keine Ausnahme.

Gewissenhaft aber gewohnt locker und salopp wurden von ihm die einzelnen Tagungsordnungspunkte behandelt, wobei am Ende alle vier Beschlussvorlagen einstimmig von den Vertretern der Parteien angenommen wurden. Diese zeigten sich am Ende im Konsens ebenso zufrieden, wie die Mitarbeiter der Verwaltung und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Strahlend verließen zudem am Ende die Vertreter der Woffelsbacher Feuerwehr, deren neues Gerätehaus verwaltungstechnisch auf den Weg gebracht wurde, die Sitzung, denen die Vertreter des TUS Lammersdorf in ihrer euphorischen Stimmung in nichts nachstanden. Die von ihnen geplanten An- und Umbaumaßnahmen an ihrem 60 Jahre alten Sportheim an der Schießgasse bekamen einstimmig grünes Licht.

Viel in Eigenleistung

Dies verwunderte nicht, da der Gemeinde bis auf den Bauantrag keine Kosten entstehen, und der Verein das umfangreiche Projekt über das Sportstättenfinanzierungsprogramm der Landesregierung, durch Sponsoren und vor allem durch viel Eigenleistung stemmen will.

Dabei hatte es zunächst für den laut TUS-Vorsitzenden Axel Tings dringenden Umbau schlecht ausgesehen. Im November war ein Antrag des Vereins auf Gewährung eines Gemeindezuschusses zur Erweiterung und energetischen Sanierung des Sportheims wegen bestehender Grundsatzbeschlüsse abgelehnt worden. Flugs wählte der Verein dann im Februar die beschriebene Eigen-Finanzierungsvariante und bat die Gemeinde, die als Eigentümer des Geländes und des Gebäudes fungiert, um ihr Einverständnis zu den baulichen Maßnahmen.

Für seine Eigeninitiative erhielt der Verein auf der Sitzung von allen Seiten viel Lob. Außerdem wurde ihm von Bürgermeister Hermanns und Christoph Poschen (CDU) Planungssicherheit zum bestehenden Pachtvertrag zugesichert.

Rund 130 000 Euro

Die Baumaßnahmen mit einem Volumen von rund 130 000 Euro werden das TUS-Heim in ein kleines Schmuckstück verwandeln. Die Erweiterung wird hauptsächlich in Richtung Sportplatz erfolgen und unter anderem neue Sanitäranlagen und einen großen Mehrzweckraum, von dem beispielsweise die Zuschauer dem Spielgeschehen folgen können, umfassen.

Bauliche Veränderungen stehen auch für die Woffelsbacher Feuerwehr an, von der Ralf Herrler und Gerhard Schmitz dem Ausschuss den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses vorstellten. Hierbei erläuterten sie zunächst, dass das derzeitige Gebäude wegen seiner Größe und Ausstattung völlig unzureichend sei, um die heutigen Belange der Feuerwehr zu erfüllen. Deshalb sei es sinnvoll gewesen, dass die Gemeinde den am „Haus Rurseeklänge“ errichteten Anbau zum notwendigen An- und Umbau als Feuerwehrgerätehaus erworben habe.

Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf 345 800 Euro, zu denen die Löschgruppe Woffelsbach durch Eigenleistung fast ein Viertel des Betrages (über 83000 Euro) beitragen will. Ein Neubau für die Wehrleute ist auch deshalb erforderlich, weil momentan der Platz zur Unterbringung der persönlichen Ausrüstungsgegenstände nicht ausreicht und Schutzvorschriften nicht umgesetzt werden können.

Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen (2014) stehen den Wehrleuten neben einer größeren Fahrzeughalle auf drei Etagen moderne Räumlichkeiten nach heutigem Standard zur Verfügung. Der Struktur- und Hochbauausschuss beauftragte daher einstimmig die Verwaltung, das Bauvorhaben als Generalübernehmer-Leistung auszuschreiben.

Ferner sprach sich der Ausschuss auch zum Verkauf von zwei gemeindeeigenen Grundstücken in der Rollesbroicher Achterfeldstraße aus, wobei bei der Vergabe auch soziale Aspekte Berücksichtigung finden sollen. Zur Ko-Finanzierung des Regionalmanagements der Leader-Region-Eifel (Gemeindeanteil 2000 Euro im Jahr) empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat abschließend, hierfür die Mittel in den jeweiligen Haushaltsplan einzustellen.

(ho)
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