Treffen der Kirchenchöre der GdG Monschau

GdG Monschau : Treffen der Kirchenchöre

Das Treffen der Kirchenchöre der GdG Monschau ist jedes Mal eine harmonische Veranstaltung mit vielseitiger Chormusik; so war es auch am Samstag, 13. Oktober, in Rohren.

Reihum laden die Kirchenchöre aus Höfen, Kalterherberg, Konzen, Monschau, Mützenich und Rohren im Herbst zu diesem Treffen ein. In der Rohrener Pfarrkirche St. Cornelius zelebrierte zunächst Pfarrer i.R. Friedrich Hack die Heilige Messe. Diese sei besonders feierlich, weil jeder Chor sein Bestes gebe „zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen“, so Pfarrer Hack.

Er ging in seiner Predigt auf die Bedeutung der Sonntagsmesse ein, diese sei zu allen Zeiten wichtig für die Christen gewesen. Im Evangelium war vom Reichtum die Rede, und das berühmte Zitat „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ war zu hören. Pfarrer Hack merkte an: „Reichtum ist keine Schande, aber er bedeutet auch soziale Verantwortung.“

Die Monschauer Chöre wechselten sich in der Liturgie ab mit ihren anspruchsvollen und schönen Gesängen, mal modern, mal romantisch. Das Schlusslied „Das Lob soll laut erschallen“ nach Charpentier, bekannt als „Eurovisionsmelodie“, wurde feierlich und froh von allen Chören gemeinsam gesungen und meisterlich vom Trompeter Nikolai Förster untermalt. Herzlich dankte Pfarrer Hack für die Aktivitäten der Chöre und die gute Vorbereitung.

Der Leiter des Pastoralteams der GdG Monschau, Georg Nilles, sprach die Schlussworte, er zitierte Nietzsche: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Die Kirchenchöre seien wohl „die stabilsten Gruppen in unseren Gemeinden“. Er dankte für die ehrenamtliche Arbeit und wies darauf hin: „Viele Menschen erfahren die frohe Botschaft zuerst durch die Musik.“

Dann ging das festliche Geschehen im gegenüber liegenden Festsaal Hermanns weiter. Die Tische waren liebevoll dekoriert worden, es wurde eine Suppe serviert. Michaela Hermanns, die Vorsitzende des Rohrener Kirchenchores St. Cäcilia, begrüßte die vielen Gäste, und alle Chöre trugen zum kurzweiligen Programm mit einer besonderen Liedauswahl bei.

Die Gastgeber unter der Leitung von Annelie König gewannen unübersehbar an Sympathien, auch mit ihrem spaßigen Vortrag „Spaß muss sein im Gesangverein“. Außerdem hatten sie sich ein originelles „Intro“ ausgedacht, womit sie die Chöre auf die Bühne baten: Sie sangen beispielsweise „Und nun kommt, ihr munteren Sänger aus dem Mützenicher Chor!“

Jeder Chor zeigte sich von seiner stärksten Seite, möglicherweise gelangen die Vorträge auch deshalb so gut, weil es nicht ganz so ernst zuging wie in der Kirche. Es herrschte, wie man es bei Menschen, die gerne singen, erwartet, eine fröhliche und gesellige Atmosphäre.

Waltraud Haake, die Ortsvorsteherin von Rohren, dankte allen Chören für ihr Engagement: „Ohne Chorgesang würde in der Messgestaltung etwas fehlen.“ Und Bürgermeisterin Margareta Ritter hob hervor, sie habe die Heilige Messe wunderschön gefunden. „Ich danke allen, die dazu beitragen, dass neue Sängerinnen und Sänger dazu kommen“, sagte sie.

Zum Schluss wurde noch vom Mützenicher Chor die Einladung für nächstes Jahr ausgesprochen: Am 26. Oktober 2019 treffen sich die Chöre aus der GdG Monschau in Mützenich.

(ale)
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