Freude beim TuS Schmidt: Traum vom Kunstrasenplatz wird Wirklichkeit

Freude beim TuS Schmidt : Traum vom Kunstrasenplatz wird Wirklichkeit

In diesen merkwürdigen Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten. Beim TuS Schmidt, einem der größten Breitensportvereine in der Nordeifel, macht erst jetzt die frohe Kunde die Runde, dass der große Traum von einer neuen Sport- und Begegnungsstätte schon bald in Erfüllung gehen wird.

Wie alle anderen Sport treibenden Vereine muss der Turn- und Sportverein auch mit den Beschränkungen zurechtkommen, die ihm die Coronavirus-Krise auferlegt. Seit Mitte März liegt bis auf ganz wenige Ausnahmen der gesamte Sportbetrieb „am Boden“, in zehn Abteilungen gibt es so gut wie keine Aktivitäten.

Die Generalversammlung, geplant für Ende März, musste verschoben werden; dabei scharrt eine Gruppe von Planern mit den Hufen, denn ein epochales Projekt soll in Angriff genommen werden: Der TuS Schmidt bekommt auf dem alten Aschenplatz eine komplett neue offene Sport- und Begegnungsstätte, in der auch ein neuer Kunstrasenplatz integriert ist.

Die „fantastische Nachricht“ des Bürgermeisters der Stadt Nideggen, Marco Schmunkamp, wurde am 18. März gesendet „Wir haben … Projekte in der Städtebauförderung bewilligt bekommen, damit auch die drei Sportanlagen.“ Im Bewilligungsbescheid sind kommunale Maßnahmen zur Stärkung der Sportinfrastruktur berücksichtigt, „der Ausbau drei vorhandener Sportstätten der Stadt Nideggen zu integrativen Stadtteilsportstätten mit unterschiedlichen Schwerpunkten“ wird gefördert Außer in Schmidt werden auch in Nideggen-Rath und Nideggen-Embken Kunstrasenplätze geplant.

Der Grundriss der neuen Planung an der Eichheckstraße: Auf dem Gelände des bisherigen Aschenplatzes soll ein Kunstrasen der neueren Generation entstehen, "garniert" mit Anlagen für die Leichtathleten, die Volleyballer und auch für den Schulsport. Foto: TuS Schmidt/Repro Schepp

Beim TuS Schmidt hat das Thema eine Jahre zurückliegende Vorgeschichte: Bereits im Jahre 2012 befasste sich der Vorstand mit dieser Thematik, die Initiative hatte eine sehr aktive Gruppe ergriffen, die herauszufinden versuchte, was machbar war. Die Pläne und Vorschläge scheiterten an der Finanzierung; das Unternehmen erschien dem Vorstand zu riskant.

Jedoch war man auch vor acht Jahren der rührigen Gruppe für ihr Engagement dankbar und bat sie, am Ball zu bleiben. So lagen die Pläne „in der Schublade“. Bei der vorigen Jahreshauptversammlung im März 2019 wurde die Planungsgruppe, die sich ab dann „Projektgruppe Sportstätte Eichheckstraße“ nannte, wiederbelebt, denn: Es gab reelle Hoffnung auf Förderung.

Die Anlage des TuS Schmidt ist sichtbar in die Jahre gekommen, besonders der Aschenplatz ist nicht mehr zeitgemäß. Dank eines Landeszuschusses soll an dieser Stelle ein moderner Kunstrasenplatz mit Leichtathletikanlage entstehen. Foto: Anneliese Lauscher

Nach den geradezu kühnen Plänen soll aus dem jetzigen Aschenplatz, zu dem bereits eine neue Flutlichtanlage gehört, eine integrative Sportanlage mit Kunstrasenplatz werden. Nicht nur das: Die Volleyballer sollen ein Beachvolleyballfeld bekommen, die Leichtathleten eine 100-m-Laufbahn, außerdem eine Kugelstoßanlage und eine neue Weitsprunggrube.

Die Projektgruppe besteht mittlerweile aus neun TuS-lern, die sich seit mindestens einem Jahr mit dem Ziel befassen, „eine Sport- und Begegnungsstätte für Jung und Alt sowie für Sportler und Nichtsportler zu schaffen“.

Das Allerbeste: Die Maßnahme wird zu 90% gefördert. Das große Projekt wird der über 1000 Mitglieder zählenden TuS-Familie mittels eines Flyers vorgestellt. Und nun steht auch der Termin für die Generalversammlung: Am 19. Juni findet sie um 20 Uhr in der neuen Turnhalle statt, damit man die derzeit geltenden Regeln des Abstandhaltens befolgen kann.

Ein neuer Vorstand wird gewählt, der für die Zukunft der Sporttreibenden die Ärmel hochkrempeln will.