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Rurberg: Tourismus: Der Rursee wird verjüngt

Rurberg : Tourismus: Der Rursee wird verjüngt

Auf dem Rursee herrschte Flaute, was das Segeln anbelangt. „Bei den Seglern ist der Rursee kein Begriff mehr”, bedauerte Albert Moritz vom Büro aixplan aus Aachen.

Zu den Entwicklungszielen am Rursee gehört es unbedingt, die Segler zurückzugewinnen und den Rursee wieder zu einem Segelrevier zu machen. Viele Segler sind an die Maas abgewandert, weiß Rurbergs Ortsvorsteher Heiner Jansen.

Auf der Gesellschafterversammlung der Rursee-Touristik am Freitag im Simmerather Rathaus nannte er einen Grund dafür: der extrem schwankende Wasserstand des Sees. Seit Jürgen Roters aber Regierungspräsident in Köln sei, habe sich die Situation deutlich verbessert, freute sich Heiner Jansen, der ebenfalls dafür plädierte, die Segler zurückzugewinnen.

Am Donnerstag feierte die Rursee-Touristik Geburtstag, sie wurde zwei Jahre alt. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung zogen eine positive Bilanz: Es wurde eine positive Entwicklung ausgelöst, freute sich Vorsitzender Christoph Poschen, der besonders hervorhob: „Die Leistungsträger im Gastgewerbe machen engagiert mit. In diesem Jahr wurden viele Projekte geplant und entwickelt, im kommenden Jahr werden viele Projekte umgesetzt, und damit beginnt neue Zukunft für den Tourismus am Rursee.”

Der See müsse als attraktiver Investitionsstandort entwickelt werden, sagte Albert Moritz, der einige Zukunftsprojekte nannte: Aktiv-Feriendorf, Sport- und Wellness-Hotel, Tagungshotel und neue Privat-Unterkünfte. Investoren zu gewinnen, dies gehört mit zu den Aufgaben für die Zukunft, sagte Albert Moritz. Eine weitere Aufgabe: Neue touristische Anbieter zu gewinnen, Angebote zu entwickeln und zu präsentieren, dies könne nicht nur Aufgabe der Rursee-Touristik sein.

Weniger Gäste

Dass eine touristische Entwicklung am Rursee dringend notwendig ist, zeigte auch die Zwischenbilanz, die Albert Moritz für dieses Jahr präsentierte. Von Januar bis Ende September wurden genau 122162 Übernachtungen gezählt, im Jahr zuvor waren es rund 10000 mehr. Der Rückgang könnte eine Folge des Bettenabbaus sein: Es werden in der Gemeinde 80 Gästebetten weniger angeboten, das sind 5 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung liegt knapp über 30 Prozent, im Sommer (Mai bis Oktober) bei 45 Prozent.

Familien umwerben

Die Aufenthaltsdauer liegt im Schnitt bei 3,5 Tagen. „Der Rursee ist im Sommer kein Reiseziel”, stellte Albert Moritz fest. Und auch dies merkte er an: Für Familien ist der Rursee bislang noch kein besonderes Reiseziel. Dabei setzt die Eifel neuerdings vor allem mit dem Projekt „FamLand” auf diese Zielgruppe. „Wir müssen den See und das Angebot jünger machen.”

Zu den Projekten im nächsten Jahr gehört der Bau des Rursee-Zentrums samt Info-Center und Nationalparktor. Umgestaltet wird auch der Antoniushof, für den eine „neue Betreiberqualität gefunden” werden müsse, sagte Albert Moritz. Daher soll der Antoniushof verstärkt auf junge Leute ausgerichtet werden. Dazu gehört auch eine Bühne am See. Was sonst noch am Rursee geplant ist, darüber werden wir noch berichten.