Theaterverein Mützenich spielt Komödie

Theaterverein Mützenich : Verdienter Applaus für „Kabeljau und weiße Rosen“

„Na, das kann ja heiter werden", mag der eine oder andere Zuschauer gleich zu Beginn der Aufführung am Samstagabend im St.-Michael-Gymnasium in Monschau gedacht haben.

In der Aula der Schule brachten die Akteure des Theatervereins „Wortspiel" Concordia Mützenich die Komödie „Kabeljau und weiße Rosen“ von Carl Slotboom auf die Bühne.

Die Bühne, die der eigentlichen Aulabühne vorgebaut worden war, war professionell präpariert: Die Beleuchtung stimmte perfekt, wurde je nach Szene heruntergedimmt oder voll aufgedreht, sehr angenehm für das Auge. Die Sprechkultur der Schauspieler war ebenso ausgezeichnet wie die Akustik. Bis in die hintere Reihe war zu jeder Zeit jedes Wort bestens verständlich.

Tja, und dann kamen sie nacheinander auf die Bühne, diese schrägen und eigenwilligen Figuren, die den Schauspielern wie auf den Leib geschnitten waren. Zentrum des turbulenten Geschehens war die große Empfangshalle des Hotels „Rurblick“. Hermine Schmitz gab eine treffende Empfangschefin namens Josi Manders. Bei allem Elend, das ihr hin und wieder widerfuhr, sie behielt mit Bravour und Grandezza die Contenance. Egal, ob gerade ein völlig übergewichtiger Möchtegernmacker (Gerd Palm als Hans von Amerongen) anreiste mit seiner eventuell neuen Tippse (Eva Meyer als Lili Prinz) im Gepäck, das Ehepaar Hausmann (Michael Sommer und Petra Jollet) aufschlug, oder ob Ralf Steffens als Vincent Jaspers der Empfangschefin mit dem Finger auf der Nase herumtanzte – Josi Manders blieb so cool, wie es eben ging.

Doch damit nicht genug, es rollte zudem Lydia Vossen als Emma von Amerongen an mit Michael Funken als ihr Sohn Matthias von Amerongen, der seine Mutter nur als „Mami Darling“ titulierte. Als Putzfrau und ehemalige Tänzerin zog Annemarie Stollenwerk alias Jo Jolink das Publikum in ihren Bann. Nicht auf den Mund gefallen präsentierte sich Friederike Dörr als Mädchen für alles mit Namen Nina Reuters. Die Schauspielergruppe komplettierten Nora Schnuff als ausgebuffte Danielle Hoff und Claudia Schweiß als Eline Bauer. Ganze Arbeit wurde auch hinter der Bühne geleistet: Brigitte Palm führte in bewährter Weise Regie, Karin Sommer, Christiane Faust und Sonja Funken agierten als Souffleusen, Hagen Kaspar übernahm die Technik und Wolfgang Schmitz den Bühnenbau. Der verdiente Applaus war den Akteuren sicher.

Eine weitere Aufführung findet an gleicher Stelle am Samstag, 5. Januar, um 19.30 Uhr statt.

(gkli)