Konzen: Theaterverein Konzen: Szenenapplaus für die Callboys

Konzen : Theaterverein Konzen: Szenenapplaus für die Callboys

Im voll besetzten Saal des MuK in Konzen führte der Theaterverein Concordia Konzen am Freitagabend zum ersten Mal sein Frühjahrsstück „Callboys — Männer für gewisse Stunden“ auf. Mit viel Humor und einer Prise nicht ganz ernst gemeinter Erotik sorgten die Schauspieler für viel Szenenapplaus und Spaß beim Publikum.

Zu Beginn des Stücks betreten Moritz (Alexander Förster) und Malte (Alexander Preiss) die Wohnung ihres arbeitslosen Kumpels Leo, der von Thomas Theißen gespielt wird. Aus verschiedensten Gründen sind Malte und Moritz nun arbeits- und beziehungslos. Für sie gibt es nur einen Ausweg: Sie müssen bei Leo einziehen. Die ersten Tage verlaufen etwas holprig in der Wohnung, und die drei Männer gehen sich diverse Male gegenseitig auf die Nerven.

Schließlich hat jeder seinen eigenen Bio-Rhythmus und jeder seine eigenen Macken und Vorstellungen. Der eine will lieber schlafen, der andere mit lauter Musik der Gruppe „Pur“ staubsaugen. Der Film „Callboys“ bringt Moritz schließlich auf eine Geschäftsidee: Das Konzept, sich als Männergruppe für Geld buchen zu lassen, begeistert ihn so sehr, dass er sogleich erotische Outfits für seine „Kollegen“ bestellt, Radiospots aufnimmt und sich schon um Details des neuen Jobs kümmert.

Nach einer kurzen Pause und der Umgestaltung des Bühnenbildes fand das Publikum die Herren im Rotlichtmilieu wieder. Moritz wurde von seinen Kollegen mit Öl eingeschmiert, und in Kombination mit seinem Outfit bekamen sich die Zuschauer nicht mehr ein vor Lachen. Gerade als den Callboy-Anfängern nun doch nicht mehr ganz wohl bei der Sache war, klingelt es an der Tür…

Die erste Kundin, gespielt von Gertrud Werker, kommt herein und wird vom „Frauenversteher“ Leo empfangen. Kurze Zeit später kommen zwei weitere Kundinnen (Ramona Kaulard und Annika Gasper) in den „Laden“. Doch diese Damen sind keine Fremden für die drei Herren: Zwei von ihnen sind die Ex-Freundinnen von Malte und Moritz, die dritte Dame ist niemand Geringeres als die Mutter von Moritz...

Am Ende sind alle Beteiligten froh, dass der Spuk ein Ende hat und alle ihre Geliebten wieder in die Arme schließen können.

Neben den sechs tollen Darstellern trug das bewährte Team im Hintergrund aktiv zu den drei erfolgreichen Aufführungen bei. Als Souffleusen fungierten Marianne Huppertz und Susanne Klein, für die Requisite sorgte Andrea Werker und für die Maske Eva Damoiseaux. Gut im Haar lagen die Darsteller dank Stephanie Krings, die Bühne bauten Ernst Kaulard, Sabine Skoupy, Tom Karst und Rudolf Huppertz. Patrick Werker, Tim Gillessen, Fabian Gasper und Markus Förster sorgten für die Technik. Caroline Palm gestaltete die Plakate und Flyer. Regie führte Egon Kell.

(nk)
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