Theaterfreunde Eicherscheid begeistern vier mal ihr Publikum

Theaterfreunde Eicherscheid spielen Komödie : Applaus für vier Ausflüge zum Lago Maggiore

Viel Witz, Spannung und ein wenig Schlüpfrigkeit sorgten dafür, dass die Premiere am Freitagabend und die dann folgenden drei Aufführungen des Stücks „Nix amore am Lago Maggiore", geschrieben von Bernd Gombold, zu einem vollen Erfolg wurden.

Die Theaterfreunde Eicherscheid liefen bei diesem zündenden Stoff in drei Akten zur Hochform auf. Thomas Förster spielte den smarten Kellner und Hoteliers-Sohn „Aaaangelo“. Die Frauen sind hinter Angelo her, seine Mutter Teresa hat ihn allerdings ebenfalls stets auf dem Kiecker. Angelo lernte bei einem Auslandsgastspiel am Rursee gutes Deutsch und sagt über seine Mama: „Sie hat Temperament und Blutdruck von Ferrari."

Gerda Scheidt spielte Bärbel, die Dame von Welt, die sich ebenso wie Renate alias Daniela Bertram in Angelo verguckt. Hilde alias Margret Gostek dagegen hat nur Sinn für ihren Karl, der in der Eifel hockt. In weiteren Rollen: Jochen Jansen als gebeutelter Ehemann Hans-Jochen, Achim Claßen als schlitzohriger Senior Oskar, Simon Schroiff als Drogendealer Ritchi, Chantalle alias Kerstin Wagemann als Ritchis dümmliche Begleitung und Georg Waider als Drogenfahnder Thomas.

Diese Konstellation von Gästen geht im kleinen Familienhotel „Amore mio“ ein und aus. Probleme birgt dann ein Koffer, der im Zug verwechselt wurde. So packt Hilde aus der Eifel in der Hotel-Lobby plötzlich nicht die kernige Wanderkleidung aus, sondern Stringtangas, ein weißes Pülverchen und eine Menge Bargeld. Mit trockenem Humor laviert sich Hilde aus der Eifel dann durch die einzelnen Szenen. Als zur Sprache kam, dass Männer, die zwei Mal im Monat Liebe machen, gute Chancen hätten, weit über 80 Jahre alt zu werden, meint sie nur trocken: „Dann müsste mein Karl schon 15 Jahre tot sein.“

Am Stringtanga enttäuscht sie am meisten die Größe: „Damit kann man kein Fahrrad putzen, höchstens den Ständer.“ Eskapaden und Turbulenzen – Langeweile kannten die Zuschauer der vier ausverkaufte Vorstellungen am Wochenende nicht. Weitere Funktionen übernahmen Käthe Majewski als Souffleuse und Kurt Scheidt als Bühnentechniker. Der Applaus ließ nicht lange auf sich warten, und auf die Frage, ob es gefallen habe, kam ein begeistertes „Si, si!“.

(gkli)
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