Simmerath: Tätersuche nach der zweiten Attacke auf Videowand

Simmerath: Tätersuche nach der zweiten Attacke auf Videowand

Wer hat am vergangenen Wochenende verdächtige Personen im Bereich der Videowand am Ortseingang von Simmerath, Höhe Berufskolleg, beobachtet? Diese Frage richtet der Gewerbeverein Simmerath an alle, die dort am Samstag oder Sonntag, vorzugsweise in der Dunkelheit, vorbeigefahren sind. Denn in diesem Zeitraum haben unbekannte Täter die zwei mal drei Meter große elektronische Werbetafel mit teils schweren Steinen beworfen und zerstört.

Mindestens ein halbes Dutzend „Einschüsse“ weist die Glasoberfläche der Tafel auf, wie Lars Harmens, Sprecher und Koordinator beim Gewerbeverein, am Donnerstag berichtete. Besonders schlimm: Die Steine durchschlugen nicht nur die Glasabdeckung der Videowand, sondern drangen teils in das Innere der Leuchttafel ein und zerstörten hier die sensible Elektronik auf den sogenannten Panels, die beim Bildschirm eines TFT-Monitors die Flüssigkristallanzeige steuern.

Sehr betroffen ist man beim Gewerbeverein, dass dies bereits der zweite Vorfall gleicher Art innerhalb von wenigen Wochen ist. Denn zwischen Weihnachten und Neujahr war die Videowand schon einmal das Ziel unbekannter Täter, die damals sogar mehr als ein Dutzend „Einschüsse“ hinterließen. „Den Fall nach Weihnachten haben wir aber nicht öffentlich gemacht, weil wir keine Nachahmungstäter animieren wollten. Jetzt aber ist das Maß voll und wir möchten alle Bürger bitten, uns bei der Ergreifung der Täter zu unterstützen“, so Harmens.

Bereits nach dem ersten Fall hat der Gewerbeverein Anzeige wegen Sachbeschädigung und Vandalismus erstattet, auch im jüngsten Fall wurde man bei der Polizei vorstellig. Die Steine, die noch unter der Tafel lagen, wurden sichergestellt und könnten mittels Fingerabdrücken die Täter überführen, auf die dann eine saftige Geldbuße und die Regulierung des Schadens wartet.

Die Reparatur dürfte in fünfstelliger Höhe liegen. „Wir hatten damals sogar noch einige Ersatz-Panels angeschafft, doch die sind mittlerweile aufgebraucht. Deshalb wird es voraussichtlich bis Mitte nächster Woche dauern, ehe die Tafel wieder leuchtet“, erklärt der Sprecher. Somit kommt neben dem technischen Schaden auch noch ein Werbeausfall von mehreren Tagen zur Schadenssumme hinzu, denn „die Tafel wird sehr gut frequentiert, sowohl von Vereinen, wie auch von Firmen“, weiß Lars Harmens.