Nordeifel: SV Germania Eicherscheid sichert sich den Robert-Löher-Cup

Nordeifel: SV Germania Eicherscheid sichert sich den Robert-Löher-Cup

Zum fünften Mal in Folge hat der SV Germania Eicherscheid ein Fußball-Turnier um den Robert-Löhrer-Gedächtnis-Cup ausgerichtet. Neun regionale Sportvereine bewarben sich diesmal um die silberne Trophäe. Mit spannendem Fußball auf hohem Niveau krönten die Veranstalter vergangenen Sonntag auch ihre Sportwochenenden im Sommer 2016.

Vor gut 150 Zuschauern, die das packende Geschehen am Finaltag auf der Eicherscheider Kampfbahn an der Bachstraße gebannt verfolgten und häufig mit Szenenbeifall quittierten, sicherten sich die gastgebenden Germanen hoch überlegen den begehrten Pokal. Sie besiegten den Vorjahres-Titelträger SV Rott im Finale mit 3:0 (1:0).

Die Rotter hatten den „Pott“ bereits zweimal mit zum heimischen Tiergarten genommen, der Hattrick indes blieb ihnen verwehrt. Duplizität der Ereignisse: Im vergangenen Jahr lagen beim Schlusspfiff des Endspiels die Gäste 3:0 gegen die Germania in Front. Mit dem gleichen Resultat, diesmal jedoch zugunsten der Platzherren, schickten diese nun den Titelverteidiger nach Hause.

TV Konzen wird Dritter

Germania war eine Woche zuvor als frisch gekürter Landesligist in die Qualifikationsrunde gegangen, das Rotter Team als Bezirksligist. Beide erfüllten in Viertel- und Halbfinale ihre Favoritenrolle, die Rotter allerdings etwas mühsamer. Denn während die Germania den A-Ligisten TV Konzen sicher mit 4:1 bezwang, hatte der SV Rott beim 4:2 gegen die engagiert kämpfende Eicherscheider Zweite seine liebe Müh und Not, kassierte nach 2:0-Führung den 2:2-Ausgleich vom „Underdog“ und musste froh sein, nicht sogar in Rückstand geraten zu sein. Schließlich gewann der Favorit gegen den C-Ligisten aber noch 4:2 und stand damit im Finale.

Der Finaltag begann mit dem Spiel um Platz drei, in dem die Germania-Reserve unter Leitung des Unparteiischen Torsten Schumann aus Rott wiederum großartig gegen den zwei Klassen höheren TV Konzen fightete, am Ende aber mit 1:2 knapp den Kürzeren zog. Marcel Mertens erzielte das entscheidende Tor für die Schwarz-Gelben.

Zweimal Kwasnitza

Auch das Endspiel unter Sonnenschein begann temporeich und blieb bis zum Abpfiff durch den souveränen Schiedsrichter Rene Stoll (Sportfreunde Hehlrath) munter und fair. Wenn auch die Fronten der Parteien zum Erreichen des Turnierzieles rasch abgesteckt waren.

Germanias Überlegenheit zahlte sich erstmals in der 17. Minute aus, als Stefan Kwasnitza nach mehreren vertanen Torchancen seiner Sturmkameraden traf. Der stets brandgefährliche Torjäger legte kurz nach der Halbzeit mit einem artistischen Flugkopfballtor nach. Kwasnitzas 2:0, empfanden wohl auch die Zuschauer, war die Vorentscheidung. Zumal die Gästemannschaft durch einen Platzverweis personell geschwächt wurde. Da war das aus dichtem „Rudel“ im Torraum erzielte 3:0 durch Lucas Kraß (78. Spielminute) nur noch eine statistische Größe.

Die Turnierleitung oblag Ludwig Siebertz und Kurt Förster. „Stadionsprecher“ Siebertz hielt das Publikum über das quirlige Geschehen auf dem Rasen stets sachkundig auf dem Laufenden. Freundlich anerkennende Geste für kleine Ehrenamtler am Rande: Moderator Siebertz vergaß während eines an die Sportplatzbesucher gerichteten Grußwortes auch „unsere fleißigen Balljungen Erik, Leon und Roman“ nicht.

Er gab weiter bekannt, die Siegerelf des heutigen Tages dürfe sich auf eine Siegprämie von 500 Euro freuen.

(M. S.)
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