Rott: Stätte der Trauer, des Friedens und der Gemeinschaft

Rott: Stätte der Trauer, des Friedens und der Gemeinschaft

Mit einer ökumenischen Einsegnungsfeier wurde jetzt der neue Waldfriedhof in Rott seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Manfred Eis begrüßte dazu neben den Pfarrern Hans-Georg Schornstein und Wolfgang Köhne auch Vertreter von Rat und Verwaltung.

Der alte Rotter Friedhof, mitten im Ort an der Kirche gelegen, war belegt und konnte auch nicht erweitert werden. „Schon seit 1992 konnte die Gemeinde hier keine Wahlgräber mehr anbieten”, blickte der Bürgermeister zurück. Deshalb wurde nach Prüfung mehrerer Standorte im März 2009 der Beschluss gefasst, einen neuen Friedhof am Uelenbenderweg anzulegen, und schon im August konnte mit den Arbeiten begonnen werden.

Der neue Friedhof solle eine Stätte der Ruhe, des Friedens und der Andacht sein und ein Ort der Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Verstorbenen, wünschte der Bürgermeister. Die Verbindung zu den Verstorbenen zu halten, zu den eigenen Vorfahren oder zu Personen, die unsere Kultur und Geschichte geprägt haben, gebe ein Gefühl von Kontinuität.

Zur Einsegnung erklärte der katholische Pfarrer Hans Georg Schornstein, dass der Segen Gottes nicht nur von Beginn an über der irdischen Zeit des Menschen liege, sondern auch über dieses Leben hinaus wirkt. Als einen Ort nicht nur der Trauer und Pietät, sondern auch als eine Stätte der Hoffnung bezeichnete sein evangelischer Amtsbruder Wolfgang Köhne die neue Begräbnisstätte mit Blick auf die Auferstehung Christi. Mit einer Prozession über den Friedhof nahmen sie gemeinsam die Einsegnung vor.

Als eine gut gelungene Anlage, mit der sich die Planer viel Mühe gegeben haben, bezeichnete Bürgermeister Manfred Eis in seiner Ansprache den neuen Friedhof, der eine idyllische Lage am Waldrand mit einer klaren und modernen Gestaltung vereint. Es wurde eine Fichtenwaldfläche von ca. 4500 Quadratmetern gerodet. Die Anlage ist mit einem Zaun zu den Waldseiten und einer Gabionenmauer zur Straßen- und Eingangsseite hin eingefasst. Auf dem Vorplatz vor dem überdachten Eingangsbereich wurde ein großes Holzkreuz errichtet, hier wurden auch ca. 15 Parkplätze angelegt. In der dem Eingang gegenüber liegenden Ecke des Friedhofs befindet sich ein behindertengerechtes Sanitärgebäude. Eine Wasserstelle mit Ruhebank rundet die Anlage ab.

Zunächst wird nur ca. ein Drittel der insgesamt vorgesehenen Grabflächen genutzt. Die drei Felder für Urnen(wahl)gräber, für Reihengräber sowie für Einzel- und Doppelwahlgräber liegen in der Nähe des Eingangs. Auch anonyme Bestattungen sind möglich. Die Grabfelder werden durch Hecken strukturiert, Eine große, mit Bäumen bepflanzte Rasenfläche wird als „Vorhaltefläche” bereitgehalten. Die Kosten für den neuen Friedhof bezifferte der Verwaltungschef mit 460.000 Euro.