Monschau: Spiel mit den Nationalfarben

Monschau: Spiel mit den Nationalfarben

Zwei Monschau-Stipendiaten des Jahres 2010 eröffnen im KuK Monschau den Ausstellungsreigen des neuen Jahres. Marie van Heyl und Jean-Pierre Bredo werden hier bis 11. April vertreten sein. Die Vernissage ist am Samstag, 20. Februar, um 16 Uhr im KuK, Austraße.

Geöffnet sind beiden Ausstellungen Di. - Fr. von 14 bis 17 Uhr, Sa. und So. von 11 bis 17 Uhr.

In Serien angelegte Tuschezeichnungen bilden den Schwerpunkt in Marie von Heyls künstlerischer Arbeit. Ausgangspunkt für ihre detailreichen Zeichnungen ist oft Bildmaterial aus Kunst-, Wissenschafts- und Religionsgeschichte. Dieses kann visuell genauso wie inhaltlich Anstoß für ihre Arbeit sein.

Das gefundene Material vermengt sich auf dem Papier mit einer sehr persönlichen Motivik und Zeichensprache, die mit einer inhaltlichen und symbolischen Aufladung von Gesten und Gegenständen arbeitet, wie sie auch in der Religionsgeschichte vorkommt. Doch diese Symbole verharren in Andeutungen und verweigern sich einer Auflösung, was sie ins Traumhafte, Surrealistische verkehrt.

Seit nun zehn Jahren beschäftigt sich Jean-Pierre Bredo (Absolvent der Acadömie Royale des BeauxArts in Brüssel) künstlerischthematisch mit dem hochbrisanten Problem der Gegensätze, unter dem sein Herkunftsland leidet: Die belgische Union - früher einmal ein europäisches Modell für multinationale Gemeinschaft - wird immer wieder in Frage gestellt.

Für Bredo ist dies auch eine Frage der persönlichen Identität. Es ist ein Spiel mit den belgischen Farben - schwarz, gelb, rot - das die Kunst von Bredo prägt. Die Farben für eine Utopie?

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