Vogelsang: Spektakuläre Rettungsaktion

Vogelsang: Spektakuläre Rettungsaktion

Beifall gab es für die Aachener Höhenretter, die jetzt einen 71-jährigen Mann aus Wesseling vom 46 Meter hohen Vogelsang-Turm retteten. Mit seiner Familie war der Mann auf den Turm gestiegen. Auf der Plattform hatte er dann einen Kreislaufkollaps erlitten und konnte den Turm aus eigener Kraft nicht mehr verlassen.

„Die Person war ansprechbar. Zunächst deutete nichts auf etwas Ungewöhnliches hin”, berichtete Jürgen Sieberath, der die Gruppe beim Turmaufstieg begleitet hatte. Weder der Schleidener Notarzt konnte dem 71-Jährigen vor Ort helfen, noch ein Arzt, der zufällig auf Vogelsang war.

Doch schnell war klar, dass es für die Sanitäter unmöglich sein würde, den Mann über die 175 schmalen Stufen der Wendeltreppe im Innern des Turmes nach unten zu bringen - selbst im Rettungstuch wäre das nicht möglich gewesen.

Die hinzugerufene Feuerwehr aus Schleiden stellte fest, dass ihre Drehleiter nur bis zum zweiten Fenster reichte. Also musste die Rettung über die Brüstung erfolgen. Hierfür sind die Wehrleute aber nicht ausgerüstet.

Die Höhenrettung aus Aachen wurde angefordert. Während sich eine Bodenmannschaft per Bus in die Eifel in Bewegung setzte, wurden die Spezialisten vom SAR-Hubschrauber der Bundeswehr in Nörvenich nach Vogelsang gebracht.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten, wie die Aachener den 71-Jährigen in einer Rettungsschale gut gesichert über die Brüstung des Turmes hoben und dann Zentimeter für Zentimeter abseilten. „Das Problem dabei bestand in einem Vorsprung, über den die Schale mit dem gesicherten Mann gehoben werden musste”, so Klemens Hensen.

Es dauerte schließlich zweieinhalb Stunden, ehe der 71-Jährige aus dem Turm gerettet war. Mit einem Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus nach Schleiden gebracht.