Mulartshütte: SPD: Im neuen Baugebiet am Ball

Mulartshütte: SPD: Im neuen Baugebiet am Ball

Neben der Vorstellung von Jorma Klauss als Kandidat für die Bürgermeisterwahl 2015 standen auch Ehrungen langjähriger Mitglieder sowie Themen aus der Kommunalpolitik auf der Tagesordnung einer Mitgliederversammlung der Roetgener SPD.

Ortsvereins-Vorsitzender Helmut Mulorz begrüßte dazu im „Alten Jägerhaus“ in Mulartshütte neben zahlreichen Genossinnen und Genossen aus Roetgen, Rott und Mulartshütte auch Bürgermeister Manfred Eis, Städteregionstagsmitglied Janine Köster, den Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks, Stefan Mix, und auch Parteifreunde aus Monschau und Simmerath.

Ein besonderer Gruß galt den Jubilaren, die den Sozialdemokraten schon seit Jahrzehnten die Treue halten. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Janine Köster dankte ihnen Helmut Mulorz mit Urkunden, Ehrennadeln und Präsenten. Bereits ein halbes Jahrhundert ist Otmar Lichterfeld Mitglied der Sozialdemokraten. Doppelt motiviert war seine Frau Erika, vor 25 Jahren in den Ortsverein einzutreten, denn ihr Vater Hans Haberl gehörte 1955 zu den Gründungsmitgliedern der Roetgener SPD. Ebenfalls im politischen Schicksalsjahr 1989 wurden Norbert Feder und Helmut Schönberger Mitglied der Partei, ebenso wie Christel Peters. Ihr galt ein Dank nicht nur für die eigene Treue, sondern auch für die Unterstützung ihres Mannes Lutz, der viele Jahre an vorderster Front des Ortsvereins gestanden hat.

Mit einer Nachlese zur Kommunalwahl im Mai ging der Vorsitzende auf die kommunalpolitischen Themen ein. Der Urnengang habe den Sozialdemokraten leichte Verluste gegenüber 2009 eingebracht, bilanzierte Helmut Mulorz. Mit Stimmenanteilen zwischen 16 und 39 Prozent seien die Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen recht unterschiedlich ausgefallen. Drei Wahlkreise konnten von Klaus Onasch, Willi Axer und ihm direkt geholt werden, denkbar knapp verpasste Newcomer Mario Johnen den Einzug in den Gemeinderat und auch Peter Straeten habe sich im schwierigen, ehemals von Manfred Eis besetzten Wahlkreis achtbar geschlagen.

Ohne eine Koalition im auf 30 Mandate aufgestockten Rat, in dem die CDU über neun, die SPD über acht Sitze verfügt, müsse wegen der Zersplitterung und auch der Uneinigkeit innerhalb einiger Fraktionen nach wechselnden Mehrheiten gesucht werden, was die Arbeit nicht leichter mache. Als Beispiel für eine desolate Abstimmung führte Bürgermeister Eis die „Herstellung des Benehmens“ zum Haushalt der Städteregion an, wo vier Anträge gestellt wurden, aber keiner eine Mehrheit gefunden habe.

Wasserproblematik

Zur vor wenigen Tagen im Bauausschuss geführten Diskussion über die Wasserproblematik in den Baugebieten „Im Dorf“ und Greppstraße betonte Fraktionsvorsitzender Klaus Onasch nachdrücklich, dass er nie die Notwendigkeit von Maßnahmen infrage gestellt habe. Er habe sich nach den Starkregenfällen im Sommer sofort selbst vor Ort über die Lage informiert. In Zweifel ziehe er aber, dass nicht abgestimmte Ad-hoc-Programme richtig sind. Auch Helmut Mulorz hob hervor, dass die SPD helfen wolle, es gehe aber darum, Sachverstand vor Emotionalität zu setzen.

Ein weiteres Thema waren die geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Stolberg, von denen insbesondere Rott durch Stauwerke im Einzugsgebiet der Vicht betroffen ist. Hier könne das Problem unter Einbeziehung der Dreilägerbachtalsperre entschärft werden, erläuterte Onasch, allerdings sperre sich der Wasserverband dagegen.

Nichts Neues gebe es in Sachen B258 und ÖPNV-Verknüpfungspunkt, teilte Bürgermeister Manfred Eis mit.

(heg)
Mehr von Aachener Zeitung