Steckenborn: SPD-Bürgermeister-Kandidat fordert „neue Politik” im Rathaus

Steckenborn: SPD-Bürgermeister-Kandidat fordert „neue Politik” im Rathaus

In bester Wahlkampflaune zeigte sich beim Simmerather SPD-Parteitag, der in der Steckenborner Gaststätte Stollenwerk stattfand, SPD-Bürgermeister-Kandidat Gregor Harzheim.

Bei der Kommunalwahl am 30. August werde sich entscheiden, „ob die verkrusteten Machtstrukturen erhalten bleiben, wo in kleinen Zirkeln hinter verschlossenen Türen entschieden wird, oder ob eine neue politische Kultur einkehrt”, rief der Kandidat den aufmerksam lauschenden 25 Genossen zu.

Die Menschen sollten die Möglichkeit erhalten, aktiv an Entscheidungsprozessen für ihr Umfeld mitzuwirken und diese nicht „nur abnicken”. Zuerst diskutieren und dann entscheiden”, umriss Harzheim „die neue Politik”. Heute erlebten es Bürger, dass ihre Kritik „als lästig” empfunden werde.

Als Beispiel dafür nannte Harzheim den geplanten Mobilfunkstandort Strauch. Dort habe die Gemeinde einen Standort vorgeschlagen, woraufhin der Mobilfunkbetreiber das Grundstück erworben und den Mast beantragt habe. Zahlreiche Bürger aber hätten per Unterschriftenliste protestiert und „auf Druck der SPD” habe schließlich auch der Planungsausschuss, sein Einvernehmen nicht erteilt. Dieses Vorgehen der Gemeinde habe Methode: „Der Bürger ist nur schmückendes Beiwerk.”

Es gelte, die Ängste der Bürger ernst zu nehmen, und Harzheim gab als Devise für seine Auffassung vom Amt des Bürgermeisters die Devise aus: „Dem Bürger dienen.”

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