Simmerather Musiktage und Saubrennfest in Steckenborn

Simmerather Musiktage und Saubrennfest : Steckenborn stemmt musikalisch-kulinarisches Feierwochenende

Ganz im Zeichen von Blasmusik, guter Laune und Oktoberfest-Atmosphäre stand das Gelände der Grundschule Steckenborn am vergangenen Wochenende. Der Steckenborner Musikverein Heimat-Echo hatte Pausenhalle und Schulhof für seine Zwecke umfunktioniert, fanden hier doch die Simmerather Musiktage statt.

Für Heimat-Echo als ausrichtendem Verein lag diese Wahl als Veranstaltungsort allein schon aus logistischen Gründen nahe, denn im Keller des Schulgebäudes befindet sich das Vereinsheim einschließlich Probelokal. Acht Musikvereine aus dem Gemeindegebiet Simmerath konnte man als Mitwirkende an den drei Festtagen unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns begrüßen.

Das Musikfest auf Gemeindeebene kann auf eine lange Tradition zurückschauen. Vor 37 Jahren wurde die Veranstaltung aus der Taufe gehoben, damals unter dem Begriff „Tage der Volksmusik“. Vor fünf Jahren erfolgte dann die Umbenennung in „Simmerather Musiktage“, aber auch diese Namensänderung machte es nicht leichter, das musikalische Treffen auf Gemeindeebene am Leben zu erhalten, denn die Suche nach einem Ausrichter erwies als oft als große Hürde.

Nicht nur mit der Ausrichtung der Simmerather Musiktage in Verbindung mit dem Saubrennfest des Musikvereins Heimat-Echo sondern auch mit dem Ergebnis vom Grill hochzufrieden: Heimat-Echo-Vorsitzenden Friedhelm Lennarz (Mi). Foto: Peter Stollenwerk

Auf diese Problematik macht auch Heimat-Echo-Vorsitzender Friedhelm Lennarz aufmerksam, wobei der Steckenborner Musikverein sich noch glücklich schätzen dürfe, „über ein so starkes personelles Fundament zu verfügen, dass wir eine solche Veranstaltung ausrichten können“. Über rund 30 Aktive verfügt das Orchester, und insgesamt sind es rund 300 Vereinsmitglieder, die das angesprochene Fundament bilden. „Entgegen vieler Trends geht es unserem Verein, besonders was die Zahl der Aktiven betrifft, noch sehr gut“, betont der Vorsitzende.

Neben den Musikdarbietungen lockte auch das Rahmenprogramm die Besucher aufs Festgelände, wenngleich der Andrang etwas unter den Erwartungen geblieben sein dürfte. Eingebunden waren die Musiktage in das dritte Saubrennfest des Musikvereins Heimat-Echo, das dieser bislang nur vereinsintern gefeiert hatte. Drei Wildschweine aus heimischen Wäldern, von einem Vereinsmitglied waidgerecht erlegt, endeten auf dem Großgrill. Später wurden sie dann von fachlicher Hand zerlegt. Das Angebot fand reichlich Abnehmer, zumal auch noch original Oktoberfestbier vom Fass lockte.

Am vergangenen Sonntag lud Heimat-Echo nach der musikalisch selbst gestalteten Heiligen Messe auf das Grundschulgelände zum Tag der offenen Tür ins Vereinsheim ein. Neben Hüpfburg und Planwagenfahrten rückte der Verein vor allem seine Musikschule in den Blickpunkt. In drei Gruppen können zwei- bis zehnjährige Kinder hier über den Weg der musikalischen Früherziehung Erstkontakt zur Musik aufnehmen. Zur Zeit befinden sich zehn Kinder in der Ausbildung, wobei neben der Musik auch andere gemeinsame Aktivitäten auf dem Stundenplan stehen. (weitere Infos unter www.heimatecho.com).

Zufrieden zog der Heimat-Echo-Vorstand am Sonntagnachmittag Bilanz eines durchweg gelungenen Musikfestes. Der Zusammenhalt beim ausrichtenden Verein zeigte sich dann auch wieder nach Ende der Veranstaltung, denn in Rekordzeit war das Schulgelände wieder geräumt worden, damit am Montag planmäßig der Unterricht starten konnten. Für Heimat-Echo aber bleibt nicht lange Zeit zum Verschnaufen.

Am ersten Oktobersonntag begleitet man traditionell die viertägige Fußwallfahrt von Steckenborn nach Barweiler, dann ist man beim Ehrenamtstag der Gemeinde Simmerath im Einsatz, und außerdem startet am 11. November wieder die Karnevalssession. In der fünften Jahreszeiten begleitet Heimat-Echo seit nunmehr über 30 Jahren als Musikzug die Stadtgarde Öcher Penn bei deren Auftritten.

(P.St.)