Simmerath: Simmerather Jugendcafé: Als verlässliche Anlaufstelle für die Jugend etabliert

Simmerath: Simmerather Jugendcafé: Als verlässliche Anlaufstelle für die Jugend etabliert

Helle, einladende Räumlichkeiten, eine moderne Theke aus kleinen Mosaiksteinen und angeregte Gespräche, die bereits aus der Ferne zu hören sind: Der Tag der offenen Tür im Simmerather Jugendcafé kann als voller Erfolg bezeichnet werden.

„Wir haben hier in den letzten beiden Jahren viel geschafft, einiges an Arbeit und Herzblut hineingesteckt und können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagte Babette Siewe, die Leiterin der Einrichtung, zur Begrüßung. „Die Küche ist neu gemacht worden, wir haben die Theke in mühevoller Kleinarbeit mit Mosaiksteinen gestaltet und den Raum neu gestrichen“, erklärte Siewe.

Ein Dank gelte den Sponsoren, die die Umgestaltung ermöglicht hätten, dem Förderverein Jugendaktiv Simmerath für die große Unterstützung sowie Lara Brammertz, Streetworkerin der Städteregion Aachen, die ebenfalls an der Maßnahme beteiligt war.

2002 von Bürgern gegründet

Der Verein „Jugendaktiv Simmerath“, der für den Betrieb und die Unterstützung des Jugendcafés zuständig ist, wurde 2002 von Simmerather Bürgern gegründet. Es sollte ein offenes Freizeitangebot für Jugendliche aus der Region angeboten werden. Mit dem Jugendcafé hat sich im Laufe der Jahre eine verlässliche und von vielen Jugendlichen gut angenommene Anlaufstelle etabliert. Es gibt eine Vernetzung mit vielen Einrichtungen und Schulen sowie eine intensive Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen.

Das Jugendcafé existiert in Simmerath bereits seit dem Jahr 2003, Babette Siewe ist seit 2009 hier beschäftigt. Sämtliche Angebote orientieren sich dabei an dem Bedarf der Jugendlichen. „Wir möchten die Jugendlichen unterstützen, ihnen ein Angebot bieten, wenn sie Probleme haben, aber auch so als Ansprechpartner für sie da sein“, erklärte Siewe. Wichtig sei es, ein Zusammensein und einen Austausch zu ermöglichen, so dass die Jugendlichen sich wohlfühlen. Die Angebote des Jugendcafés sind hier breitgefächert.

Erst kürzlich veranstaltete das Jugendcafé ein sehr gut angenommenes Osterferienprogramm, an dem 67 Jugendliche aus Monschau, Roetgen und Simmerath teilnahmen. Von einem Graffiti-Projekt, über das Anfertigen von Maiherzen, bis hin zum Ostereierfärben in der Simmerather Seniorenresidenz wurde alles angeboten.

Doch auch in den folgenden Monaten steht noch einiges auf dem Programm. So gibt es beispielsweise an Pfingsten eine Projektwoche, im Juni eine Teilnahme am Drachenbootrennen in Woffelsbach und wieder ein Programm in den Herbstferien, bevor im Dezember eine Weihnachtsfeier stattfindet.

Der überwiegende Teil der Aktivitäten findet dabei in enger Kooperation zwischen dem Jugendcafé Simmerath und der Mobilen Jugendarbeit Nordeifel statt, die Jugendliche zwischen zwölf und 25 Jahren in allen Lagen berät, unterstützt und begleitet. „Wir haben aber auch regelmäßige Veranstaltungen wie den dreimal wöchentlichen Offenen Treff oder den Kizz-Club für Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren, der immer mittwochs von 15 bis 20 Uhr im Simmerather Jugendcafé stattfindet“, betonte Siewe.

Bei allen Angeboten gehe es dabei um das Zusammensein, die gemeinsamen Aktivitäten und den Austausch. „Egal, ob wir gemeinsam kochen, Billard spielen, kickern, inklusive Projekte planen, Musik hören oder einfach nur fernsehen“, so Siewe. Sie hob hervor, dass die Angebote für alle Jugendlichen gelten, nicht nur, wenn jemand Probleme, Konflikte oder Streit habe und eine Beratung brauche. Im Durchschnitt seien zu den regelmäßigen Öffnungszeiten des Jugendcafés (Dienstag und Mittwoch von 15 bis 20 Uhr sowie Freitag von 14 bis 22 Uhr) circa 15 Jugendliche zu Gast.

„Unverzichtbare Anlaufstelle“

Auch die Gemeinde Simmerath war an der Umgestaltung der Räumlichkeiten in den letzten beiden Jahren beteiligt. Neben der kostenlosen Bereitstellung der Räumlichkeiten seien die Fenster durch die Gemeinde ausgetauscht worden. „Die neuen Fenster haben eine Isolierverglasung sowie Schall- und Wärmedämmung“, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die Dringlichkeit des Austausches.

„Wir sind froh, dass die Maßnahme, zu deren Gelingen die Gemeinde einen wesentlichen Teil beigetragen hat, nun so gut gelungen ist“, so Hermanns. Ebenfalls lobte er den tatkräftigen Einsatz der Jugendlichen bei der Umgestaltung. „Das Jugendcafé ist eine wichtige und unverzichtbare Anlaufstelle für die Jugendlichen, die zudem zentral liegt und eine gute Busanbindung bietet“, meinte der Bürgermeister. Daher sei es damals die richtige Entscheidung gewesen, die Räumlichkeiten für diese Nutzung zur Verfügung zu stellen, erklärte Hermanns, der abschließend einen besonderen Dank an den Förderverein Jugendaktiv Simmerath als „positiven Begleiter, sowohl finanziell als auch insgesamt“ aussprach.