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Simmerath: Simmerather Feuerwehr mimte gekonnt Urlaubsgäste in Spanien

Simmerath : Simmerather Feuerwehr mimte gekonnt Urlaubsgäste in Spanien

Jeder kennt sie: Regelmäßig, wenn der verdiente Jahresurlaub angetreten wird, versammeln sie sich an den Stränden Europas.

Eher rot- als braungebrannt und oft zu erkennen an den obligatorischen weißen Tennissocken, tummeln sich die Ballermänner dieser Erde in der Sonne um in aller Ruhe ein kühles Bier oder andere Alkoholika zu genießen.

Nebenbei haben sie natürlich an allem und jedem etwas auszusetzen, vor allen Dingen an den Einheimischen, die es ihnen schon gar nicht recht machen können. Nicht, dass man sich nicht an sie gewöhnt hätte, aber jetzt sind diese Zeitgenossen auch hier anzutreffen. Um genau zu sein: Im Saal Wilden in Simmerath. Denn die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath präsentierte am vergangenen Sonntag zu ihrem Stiftungsfest mit „Spanien Ole!” ein Stück, dass unserer Gesellschaft augenzwinkernd den Spiegel vorhält.

Proben seit Oktober

Und da die Akteure mit Leib und Seele spielten, nahmen ihnen die rund 200 begeisterten Zuschauer im voll besetzten Saal die ewig meckernden Urlauber nur zu gerne ab. „Im Oktober haben wir mit den Proben begonnen”, erzählte Löschgruppenführer Werner Graff stolz dem Publikum das Ergebnis der Mühen vorführen zu können.

Gezeigt wurde das Stück in drei Akten. Zu Beginn sorgte noch einmal der Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr für einen stimmungsvollen musikalischen Background und dann konnte der Spaß endlich los gehen.

Überzeugend gespielt

Vater Klaus Meckerer, verkörpert von Hans Josef Schröder, machte in dem Stück mit dem Namen „Spanien Olé” dem bezeichnenden Familiennamen alle Ehre. Mit seiner Frau Erika (Sonja Strauch), Tochter Evi (Diana Peters) und dem Opa Ludwig, fällt er in Spanien ein, und das bereits zum 20. mal. Gemeinsam mit der Familie „Pingelig” gehen sie mit ihren Marotten dem spanischen Hotelbesitzer „Pedro” (Josef Frings) gehörig auf die Nerven, um am Ende dann doch eine ordentliche Lehre erteilt zu bekommen.

Schon in den ersten Szenen hatte Renate Braun in ihrer Rolle als schlagfertige spanische Putzfrau „Maria”, die ständig die beiden Begriffe „Tourist” und „Terrorist” verwechselte, die Lacher auf ihrer Seite.

Eine überzeugende Leistung zeigte ebenfalls Herbert Wilden als Opa Ludwig, der in seinem kuriosen Schweimmanzug eine ganz besonders komische Figur abgab.

„Für uns ist das jährliche Theaterstück schon seit gut 50 Jahren eine Tradition”, verriet anschließend der Löschgruppenführer, ebenso wie die anschließend stattfindende Verlosung. Die Eintrittsgelder und die Einnahmen durch die Lose kommen dem Förderverein der freiwilligen Feuerwehr zu Gute: „Wir möchten gerne unser neues Fahrzeug, dass wir Ende Juni bekommen, noch zusätzlich ausstatten”, so Graff.

Aus diesem Grund läuft jetzt zusätzlich eine Spendenaktion an, bei der Geld für das neue Löschfahrzeug gesammelt werden soll. Weiterhin benötigten die Musiker des Spielmannszuges neue Instrumente und Uniformen. Aber er sei „guten Mutes”, so Graff, dass genug Spenden zusammen kommen würden, um das Vorhaben finanzieren zu können.