Sommerfest des Theatervereins Paustenbach

Sommerfest des Theatervereins Paustenbach : Der „Stacheldraht ums Himmelbett“ ist bereits in der Mache

„Mit nicht mal 60 Plätzen in der alten Schule ist unser Theater das kleinste in der Eifel“, erzählen die Vorsitzende des Theatervereins Eintracht Paustenbach, Elke Meurer, und Regisseur Jochen Frank. Klein, aber oho, wenn auch nur „Zimmeratmosphäre“.

„Und alles ohne Mikrofon.“ Das gesamte Ensemble glänze jedoch, wenn es zu neuen Aufführungen komme. Dann sei man ganz „groß“. Derzeit laufen bereits die Proben zum neuen Lustspiel „Stacheldraht ums Himmelbett“.

Beim diesjährigen Sommerfest rund um die „alte Penne“ überraschte der Theaterverein mit kleinen Auftritten, mit Sketchen. Man nehme eine Prise Loriot, dazu ein Handvoll Didi Hallervorden, würze das alles mit Neukreationen in Lokalkolorit, schon ist der Erfolg für ein gutes Gelingen des Sommerfestes gewährleistet. Diese Idee, die der Theaterverein Eintracht Paustenbach am Samstag in die Tat umsetzte, mundete den Besuchern und bescherte dem Veranstalter am Ende einen schönen Erfolg.

Was sich am letzten Ferienwochenende um und in der alten Schule abspielte, war schon eine bühnenreife Inszenierung. Das gesamte Areal glich einem großen Theater. Nach den Besucherzahlen zu urteilen, war es kein Zimmertheater, im Gegenteil, die Vorstellung war gut besucht. Die Akteure standen bereit, warteten auf das Kommando, um am späten Nachmittag den Grill anzuwerfen und für das leibliche Wohl zu sorgen. Bald schon füllte sich das Sommerfest-Gelände, das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Auf der Hüpfburg waren die Kids zu Hause. Anna-Maria Jansen stand mit einem Shuffleboard bereit, um Groß und Klein dieses Spiel näherzubringen. Zu Hause blieb die Küche kalt, auf dem gesamten Gelände duftete es nach leckerem Grillgut.

Im „Zimmertheater“ war am Abend Sketch-Time angesagt. Meurer und Frank sagten, man wolle den Besuchern Kurzweil mit einer bunten Mischung bieten. Der Erfolg gab der Vorsitzenden und ihrem Regisseur Recht, es gab reichlich zu lachen. Als dann auch noch Keyboarder Jürgen und Sängerin „Lirana“ die Aufmerksamkeit auf sich zogen, war das Sommerfest perfekt. „Lirana“ sang viele bekannte Lieder, Schlager, Hits und Songs von Tina Turner gehörten mit zum Repertoire. Und die Besucher durften sich ihre Lieblingsstücke wünschen.

Elke Meurer und Jochen Frank lüfteten bereits den Vorhang ein wenig zu dem aktuellen Lustspiel „Stacheldraht ums Himmelbett.“ „Ja, es wird fleißig geprobt“, hieß es. Sieben Akteure stehen bereit, freuen sich auf den Lachschlager, bei dem es zwei Stunden lang kriminell und komisch zugeht. Es gibt nicht nur böse Schwiegermütter, die im Karneval stets willkommene Objekte des Spotts sind.

Auch böse Schwiegertöchter haben es faustdick hinter den Ohren, sind nicht zu unterschätzen. In diesem Stück handelt es sich um eine recht vermögende Witwe, der wegen Schmerzen in den Knochen und Herzbeschwerden vom Arzt eine Kur empfohlen wird. Die Schwiegertöchter hingegen haben das schnelle Erbe im Visier, wollen ihr den Kuraufenthalt ausreden. Schrecklich, wenn Schwiegertöchter nach dem Leben trachten. Doch dann kommt es wie so oft im Leben, anders als man denkt. Irrungen und Wirrungen nehmen ihren Lauf.

Meurer und Frank lachen: „Die Schwiegermutter kommt topfit, um 30 Jahre verjüngt, nach Hause.“ Da beißen Schwiegertöchter mal nicht auf Granit, sondern auf Stacheldraht. Aber es wäre keine Komödie, würde die Story zum Schluss kein Happy-End haben. Trotteligen Ehemännern und Söhnen und einer aufmerksamen Haushaltshilfe sei Dank. Daher schon vormerken: Im November geht es los. Premiere ist am Freitag, 15. November. Weitere Aufführungen sind Samstag und Sonntag, 16. und 17. November; Samstag und Sonntag, 23. und 24. November.

(der)
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