„So simmer“: Marketing-Dachmarke Simmerath stellt sich vor

„So simmer“ : Marketing-Dachmarke für Simmerath entwickelt

Man braucht sich nicht zu verstecken, und man will sich mit all seinen Vorteilen präsentieren. Das ist die Botschaft des neuen zukunftsweisenden Marketingkonzeptes für die Gemeinde Simmerath, das in den vergangenen Monaten eine eigens dafür zusammengestellte Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Gemeindepolitik, Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam mit einer beauftragten Werbeagentur entwickelte.

Dieses Konzept wurde nun im Sitzungssaal des Simmerather Rathauses vorgestellt. Dabei erläuterten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Beigeordneter Bennet Gielen und Bernd Steinbrecher von der Werbeagentur Power & Radach aus Aachen die modernisierte Positionierung, die in einer neuen Dachmarke ihre äußere Darstellung finden soll. Dazu gehört im für nicht alle verständlichen Werbedeutsch ein starker „Claim“, sprich ein einprägsamer Slogan, der in diesem Fall „Simmerath. So simmer“ lautet.

Bennet Gielen hob hervor, dass man ein neues Standortmarketingkonzept gebraucht hätte. Hierzu habe im Gemeinderat allgemeine Einigkeit aller Fraktionen bestanden. Im vergangenen Jahr habe sich die Arbeitsgruppe in vier kreativen Workshops unter Moderation der Werbeagentur damit beschäftigt, wie die äußere Darstellung der Marke „Gemeinde Simmerath“ lauten soll. Dabei erkannten die Teilnehmer schnell, dass man mit vielen Vorteilen aufwarten kann, die außerhalb Simmeraths überhaupt nicht bekannt sind. Bürgermeister Hermanns: „Die Besonderheiten sollen offensiv nach außen getragen werden. Aber auch den Einheimischen soll bewusst oder bewusster gemacht werden, was das Leben in Simmerath und seinen Ortsteilen für Vorzüge bietet.“

Neben einem Premium-Landleben, starkem lokalem Einzelhandel, innovative, mittelständische und international denkende Unternehmen sowie kurze Wege für Arbeitnehmer sind Pluspunkte, die man herausstellen möchte. Dazu kommen Nationalpark-Natur, die Luftqualität eines Kurortes, die Nähe zum Wasser (Rursee) und „eine Gemeinde, in der das Miteinander der Menschen gelebt wird – ganz analog und digital“. Künftig herausstellen will man auch, dass Simmerath ein Gemeinde ist, die es liebt, Provinz zu sein, ohne dabei provinziell zu wirken. Hermanns: „Wir reden von unserer Gemeinde. Simmerath. So simmer.“

Das „So simmer" soll dabei mit überprüfbaren Verbindungen von Gegensätzen sympathisch-selbstbewusst herüber kommen. Landleben und Zentralität schließen sich dabei ebenso wenig aus, wie Tradition und Moderne. Aus den vorhandenen Grundlagen des Markenerscheinungsbildes wird auch das Wappen Simmeraths in eine moderne Wort-Bildmarke überführt und mit und mit in alle Veröffentlichungen, Darstellungen und den Schriftverkehr der Gemeinde übernommen werden. Ebenfalls wird auch der Internetauftritt angepasst werden.

Das Ganze hat natürlich seinen Preis. Die Erstellung des Marketingkonzeptes wurde mit Haushaltsmitteln gestemmt, wobei eine teilweise Refinanzierung durch Sponsoring ins Auge gefasst wurde. Marketingexperte Lars Harmens, der den Simmerather Gewerbeverein berät, hob hervor: „Die Marketinggruppe wird das Projekt auch weiterhin unterstützen. Ziel ist es auch, das Konzept überregional bekannt zu machen.“

In die Öffentlichkeit wird man mit dem Projekt dann beim Kraremannstag gehen. Dann sollen Flyer, Broschüren, Postkarten, Autoaufkleber und Tragetaschen unters Marktvolk gebracht werden, damit jede Menge Meinungsmultiplikatoren informiert werden.

(ani)
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