Simmerath: Helfer üben „Ablage von Patienten“ bei einem Großeinsatz

Fit für den Ernstfall : Helfer üben „Ablage von Patienten“ bei einem Großeinsatz

Rund 30 Helferinnen und Helfer haben jetzt den schnellen Aufbau einer sogenannten „Patientenablage“ geübt. Auf dem Gelände des Hilfeleistungszentrums in Simmerath haben dabei Einsatzkräfte von Maltesern, Johannitern und dem Roten Kreuz einen Versorgungsbereich für viele Patienten aufgebaut.

Dabei handelt es sich um einen wichtigen Baustein des Rettungsdienstes in der StädteRegion Aachen. Denn wenn bei einem Massenanfall von Verletzten die Kapazitäten des Regelrettungsdienstes kurzfristig nicht mehr ausreichen, kann dadurch die Versorgung der Menschen sichergestellt werden.

Die Patientenablage ist eine Stelle an der Grenze des Gefahrenbereichs, an der Verletzte oder Erkrankte gesammelt und soweit möglich erstversorgt werden. Anschließend werden sie dem Rettungsdienst zum Transport oder zur weiteren medizinischen Versorgung übergeben. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein Zelt mit entsprechenden Tragen, Beheizung und Beleuchtung sowie medizinischer Ausstattung.

Die Hilfsorganisationen müssen bei dem Aufbau einer Patientenablage schnell Personal, Material und Fahrzeuge bereitstellen. Wenn dabei nicht alle „Rädchen“ ineinandergreifen wird die Zeit im Ernstfall, wie auch bei der Übung knapp. So müssen beispielsweise in der ersten Welle schon sechs Hilfskräfte 45 Minuten nach der Alarmierung mit dem Großteil des Materials einsatzbereit sein.

Neben den 30 Helferinnen von Rotem Kreuz, Maltestern und Johannitern waren von der StädteRegion Aachen unter anderem die Ärztliche Leitung Rettungsdienst, Führungskräfte der Verwaltung des Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz sowie der Fachberater Rettungsdienst vor Ort. Die Erkenntnisse aus der Übung fließen in die Fortentwicklung des Konzeptes zur Bewältigung rettungsdienstlicher Großeinsätze in der StädteRegion Aachen ein. Denn nur durch die stetigen Übungen können die Abläufe immer weiter eingeübt und verbessert werden, damit im Ernstfall jeder weiß, was zu tun ist.

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