Simmerath: Caritas informiert über die Erhöhung der Pfändungsgrenze

Caritas informiert : Erhöhung der Pfändungsfreigrenze für Schuldner

Die Freibeträge für Schuldner sind seit Juli gestiegen, wie die Schuldnerberatungsstellen des Caritasverbandes für die Region Eifel bekanntgeben. Liegt beim Arbeitgeber eine Pfändung des Gehaltes vor, muss er mit Hilfe einer Lohnpfändungstabelle den vom Nettolohn pfändbaren Betrag an den Gläubiger abführen. Den unpfändbaren Teil muss er an den Arbeitnehmer auszahlen.

Dieser unpfändbare Teil wird sich nun erhöhen – lag die Grenze bislang bei 1.133,80 Euro, so kann nunmehr erst ab einem Betrag von 1.180,00 Euro gepfändet werden. Grundsätzlich gilt: Je höher der Lohn, desto höher ist der pfändbare Betrag.

„Erfüllt der Schuldner Unterhaltspflichten, so kommen zu diesem Betrag noch monatlich 450 Euro für die erste Person und weitere 250 Euro für die zweite bis fünfte Person hinzu“, erläutert Norbert Telöken von der Schuldnerberatungsstelle in Schleiden. Grundsätzlich entnimmt der Arbeitgeber die unterhaltspflichtigen Personen aus der Steuerkarte. „Sollte der Schuldner weiteren Personen zum Unterhalt verpflichtet sein, muss er dies seinem Arbeitgeber mitteilen“, führt Telöken weiter aus.

Die Berater der Caritas Schuldnerberatungsstellen bieten Unterstützung rund um das Thema Schulden und Verbraucherinsolvenzverfahren. Jeden Mittwoch in der Zeit von 10 bis 12 Uhr gibt es bei Norbert Telöken eine offene Sprechstunde im Caritas-Zentrum Simmerath, Rathausplatz 20.

Norbert Telöken ist unter der Rufnummer 02473/7511 oder der E-Mail-Adresse n.teloeken@caritas-eifel.de erreichbar.

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