Schulfrei am Franziskus Gymnasium-Vossenack für "Dein Tag für Afrika"

„Dein Tag für Afrika“ : Schulfrei für den guten Zweck am Franziskus Gymnasium-Vossenack

Seit vier Jahren bekommen die Schüler des Franziskus-Gymnasiums jedes Jahr kurz vor den Sommerferien einen Tag frei, um ein paar Stunden zu Hause, bei Verwandten oder in einem richtigen Betrieb zu arbeiten. Dies alles dient der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ von Aktion Tagwerk, denn das verdiente Geld wird an den Verein gespendet.

Aktion Tagwerk ist ein gemeinnütziger Verein, der im Jahr 2002 gegründet wurde. Seitdem organisiert er jährlich die bundesweite Kampagne „Dein Tag für Afrika“. Der Verein arbeitet mit Schulen in ganz Deutschland zusammen und überzeugt sie von der Kampagne „Dein Tag für Afrika“. Das Projekt scheint bei den Meisten gut anzukommen, wofür allein in diesem Jahr 547 teilnehmende Schulen sprechen.

Doch was passiert nun genau am „Tag für Afrika“? Die Idee ist ganz simpel, denn die Schule stellt den Schülern einen Tag zur Verfügung um arbeiten zu gehen. Ob das zu Hause beim Abwasch helfen, bei Oma im Garten arbeiten, in der Eisdiele ein paar erfrischende Kugeln Eis zu verkaufen oder im Familienbetrieb mitzuhelfen bedeutet, ist völlig egal – Hauptsache es kommt Geld dabei heraus. Wobei auch wieder egal ist, ob es nur ein paar Euro oder bis zu hundert Euro sind, denn jede Spende hilft.

Mit diesen Spenden unterstützt der Verein zahlreiche Projekte in afrikanischen Ländern sowie junge Geflüchtete in Deutschland. Zu den unterstützten Ländern in Afrika gehören Äthiopien, Uganda, Elfenbeinküste, Burundi,Guinea, Burkina Faso und Ruanda, wo der Verein beispielsweise beim Bau von Kindergärten und Schulen hilft, benachteiligte Familien und vor allem Kinder unterstützt und traumatisierten Menschen eine psychische Behandlung ermöglicht.

Die Schüler des Franzsiskus-Gynasiums verzichten einen Tag auf Unterricht, um Kindern in Afrika Bildung zu ermöglichen. Foto: Bernd Weisbrod

Dabei arbeitet der Verein mit der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ und dem „Human Help Network“ zusammen, die die Kontakte in den betroffenen Ländern haben und das Geld dort einsetzen können.

Unterschiedliche Projekte profitieren

In Ruanda beispielsweise hat Aktion Tagwerk durch die Spenden in der Hauptstadt Kigali den „IMANZI Kindergarten“ bauen können, der es sowohl den Kleinkindern ermöglicht, Kontakte zu knüpfen und Spaß zu haben, als auch den alleinerziehenden Eltern die Möglichkeit gibt, wieder arbeiten zu gehen, während sich ihre Kinder in einem behüteten Umfeld befinden.

Außerdem unterstützen sie das Ausbildungszentrum „Gatenga“, in dem bis zu 1000 Jugendliche verschiedene Berufe erlernen können. Dazu werden in allen Ländern alleinerziehende Mütter sowie sogenannte Kinderfamilien, die ohne Eltern aufwachsen, finanziell und sozial unterstützt.

Aber der Verein ist nicht nur in den afrikanischen Ländern tätig, sondern leistet auch an deutschen Schulen wertvolle Aufklärungsarbeit für alle Altersgruppen. Die Mitarbeiter kommen in die Schulen und halten Vorträge, um die jungen Menschen für das Thema zu sensibilisieren, oder bringen den sogenannten Afrika-Parcours mit, an dem die Schüler das Thema spielerisch entdecken können.

Dabei wird besonders Wert darauf gelegt, das Bild des unterentwickelten und armen Kontinents aus den Köpfen der Schüler zu schaffen und ihnen die Vielseitigkeit Afrikas aufzuzeigen.

Zusammenarbeit mit dem Franziskus-Gymnasium Vossenack

Mit dem Franziskus-Gymnasium arbeitet der Verein seit 2015 zusammen. Seitdem war die Kampagne 2017 mit einem Gesamterlös von 8152,70 Euro am erfolgreichsten. Der „Tag für Afrika“ ist am Franziskus-Gymnasium verpflichtend und falls jemand keinen Arbeitsplatz finden kann, muss er in die Schule kommen und dort ein paar Arbeiten erledigen und dem Hausmeister helfen.

Die Aktion wird jedes Jahr von der Schülervertretung und einem Vertrauenslehrer geplant. Es gibt die verschiedensten Dinge, die die Schüler an diesem Tag erledigen. Es geht vom Rasenmähen bei Oma über das Aufpassen auf die kleinen Geschwister, bis zum Arbeiten im Betrieb. Während die jüngeren Schüler eher Jobs bei Verwandten übernehmen, können die älteren Schüler die Gelegenheit nutze,n und sich ein Bild von verschiedenen Berufsbildern machen und in einer Firma oder einem Büro arbeiten.

Dieses Jahr steht die Kampagne unter dem Motto „Bildung ernährt Menschen“, und genau das passt zu Aktion Tagwerk, denn es wird immer Wert auf das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ gelegt. Das heißt, es werden Schulen und Ausbildungseinrichtungen gefördert, um den Menschen langfristig ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch für die Schüler an den Schulen heißt es: Einen Tag auf Bildung verzichten und dadurch vielen anderen Kindern Bildung ermöglichen.