Rursee: Verrückte Boote und mutige Kapitäne bei Parade der Crazy-Boats

Crazy-Boats-Parade : Verrückte Boote und mutige Kapitäne auf dem Rursee

Es war ein buntes und unterhaltsames Spektakel, das sich am frühen Samstagabend am Seeufer in Rurberg abgespielt hat. Denn auf dem Rursee waren neun kunstvoll gestaltete Boote unterwegs, die dem Namen der Crazy-Boats-Parade alle Ehre machten.

„Da sind schon ziemlich witzige Sachen dabei. Ich bin mal gespannt, ob einer während des Wettkampfes baden geht“, sagte Sander Lutterbach, der Geschäftsführer des Orts- und Verkehrsvereins Rurberg-Woffelsbach, vor Beginn der Paddelei. Auch nach dem am Samstag erfolgten Wetterumschwung freute sich Lutterbach, dass zahlreiche Zuschauer an der Festwiese Im Sief und am Seeufer zur fünften Auflage der Crazy-Boats-Parade erschienen waren, um bei dem Spektakel dabei zu sein.

Die Zuschauer hatten eben ihre Regenjacken und Schirme herausgekramt und ließen sich den Spaß nicht entgehen. Holger Haller aus Stolberg stellte als langjähriger Besucher des Rurseefestes zur Wetterlage klar: „Das bisschen Regen macht uns nichts. Hier kommt man auch dann hin, da das Rurseefest für uns die gleiche Priorität hat, wie der CHIO in Aachen.“

Bevor dann in See gestochen wurde, stellte das Moderatorenteam um Lutterbach, Wilhelm Jonkmanns, Florian Harth und Adi Braun die insgesamt neun teilnehmenden Teams vor. Von den Party-Piraten, über die fliegenden Holländer, bis hin zum Wasserflugzeug namens Seegans und dem Floss von Lokalmatador Seppi Harth, der an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte, waren der Fantasie der Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Schließlich sollte es auf und im Wasser möglichst verrückt zugehen, wenn die originell gestalteten Wasserfahrzeuge über den Rursee schipperten.

Bei der Vorstellung der einzelnen Teams gab es als kleine Stärkung einen Verpflegungsbeutel, unter anderem gefüllt mit Brötchen, Frikadellen und einem Fässchen Bier, für alle Teams. Als die Bootsparade sich dann langsam in Bewegung setzte, hatten Zuschauer und Jury genügend Zeit, um sich ein Bild von den Booten zu machen, denn es gab mehrere Vorbeifahrten am Rurseeufer. Zum Jurorenteam gehörten Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Edwin Lutterbach, Bruno Nellessen, Siggi Klein, Petra Jonkmanns und Nele Meerbeck. Sie hatten am Ende die Qual der Wahl, da eigentlich alle Teilnehmer den Sieg verdient hatten.

Am Ende siegte das Wassergefährt „Rolling Thunder" vom Ford Segel Club Köln mit 174 Jury-Punkten vor den Party-Piraten mit ihrer Titanic (165) mit Kapitän und Eigner Daniel Abel. Auf dem dritten Platz dann das Team Seegans, dessen Wasserflugzeug von den fachkundigen Juroren mit 158 Punkten bewertet wurde.

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